Baustelle am Ortseingang von Helsa: Verkehr über Ersatzbrücke

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Die alte Brücke verschwindet: Die Lossebrücke in Helsa wird abgerissen und bis Oktober neu gebaut. Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen werden über eine Behelfsbrücke (rechts) geführt, der Schwerverkehr wird über Kaufungen umgeleitet. Auch Fußgänger dürfen hier nicht passieren.

Helsa. Nach langwierigen Verhandlungen mit Anliegern wird die marode Lossebrücke in Helsa jetzt abgerissen und an gleicher Stelle neu errichtet. Ein an einem Bagger befestigter hydraulischer Meißel zerlegt unter großem Getöse das alte Bauwerk.

Der Verkehr wird über eine Behelfsbrücke geführt, die direkt neben der Baustelle installiert wurde. Ende Oktober soll die neue Brücke - Baukosten: eine knappe Million Euro - fertig sein.

Der Neubau wurde notwendig, weil die aus dem Jahr 1831 stammende Brücke den Belastungen des Schwerverkehrs im Zuge des Autobahnbaus der A44 nicht standgehalten hätte. Die Lastwagen mit dem Erdaushub der Großbaustelle werden über einen Zeitraum von mehreren Jahren auf ihrem Rückweg vom Hirschberg die Gemeinde Helsa und auch die Lossebrücke passieren.

Die Behelfsbrücke kann nur eingleisig befahren werden, Ampeln regeln den Verkehr. Fußgänger dürfen die Ausweichbrücke nicht benutzen, sie müssen auf die Fußgängerbrücke an der Tramwendeschleife ausweichen. Problematisch ist laut Bürgermeister Tilo Küthe (SPD) die Einfädelung des Verkehrs von der Bahnhofstraße auf die Leipziger Straße Richtung Ortszentrum.

Auch für die Linienbusse ist es eng, sie schaffen den engen Kurvenradius kaum.

Aufmerksam müssen Autofahrer sein, die von der B7 nach Helsa hereinfahren. Wenn die Baustellenampel Rot zeigt, bildet sich leicht ein Rückstau über die Lossebahnstrecke hinweg. Um Unfälle zu vermeiden, müssen die Gleise freigehalten werden.

Andere Umleitung gefordert

Die Behelfsbrücke dürfen nur Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen befahren, der Schwerverkehr von der B7 wird über Kaufungen und die K7 nach Helsa umgeleitet. Doch mit dieser Umleitung ist man in Helsa und Kaufungen nicht zufrieden, vor allem im Hinblick auf die 1000-Jahr-Feier in Kaufungen mit vielen Veranstaltungen.

So hat Kaufungen für die Veranstaltung „Die Nacht zum Tag machen“ (22./23. Juni) beim Kreis beantragt, die Umleitung aufzuheben. Denn dann ist die Leipziger Straße in Kaufungen teilweise gesperrt, für schwere Lkw sind die Gässchen der Alternativroute zu eng, sagt Hauptamtsleiter Carsten Marth. Er fordert wie Helsas Bürgermeister Küthe eine großräumige Umleitung von Witzenhausen über die B451, bei Trubenhausen auf die Landesstraße nach Laudenbach und bei Walburg auf die A44. Das Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) in Eschwege hat dies mit Hinweis auf eine Baustelle bei Laudenbach abgelehnt. Die sei jetzt beendet, argumentiert Küthe, daher könne man die schweren Lkw nun hier entlangführen.

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