Baustelle und Stau: Echte Geduldsprobe am Rüssel

Baustelle und Stau: Echte Geduldsprobe am Rüssel

Lohfelden. An manchen Tagen endet die freie Fahrt auf der Südtangente schon in Höhe des Möbelmarktes Ikea. In Fahrtrichtung Osten stauen sich Personenwagen und Lastzüge plötzlich auf der rechten der beiden Spuren. Der Grund für den nervtötenden Stop-and-go-Verkehr liegt rund einen Kilometer entfernt.

Seit gut einem Monat wird auf der Autobahn 7 gebaut. Es sind die Vorbereitungsarbeiten für den verbesserten Lärmschutz, der die Anwohner in Lohfelden und den östlichen Kasseler Stadtteilen Forstfeld und Waldau vor dem Krach der später einmal achtspurigen Nord-Süd-Verbindung bewahren soll.

Damit im Bereich des Mittelstreifens gearbeitet werden kann, hat das Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) die Nord- und die Südfahrbahn der A 7 neu markieren lassen - und den Autofahrern in Richtung Norden damit ein dickes Problem beschert. Weil der Standstreifen jetzt als dritter Fahrstreifen dient, gibt es für die von der A 49 auf die A 7 wechselnden Fahrzeuge keine Beschleunigungsspur mehr.

Stattdessen müssen die Autofahrer an zwei Stoppschildern halten. Die Folge: Die Autos brauchen mehr Zeit, um auf die A 7 zu kommen und stauen sich daher schnell bis auf die Südtangente zurück. Beim ASV selbst ist man nicht glücklich mit der Lösung, sagt Behördensprecherin Christina Röntgen auf HNA-Anfrage. „Wir arbeiten höchst ungern mit Stoppschildern“, so Röntgen, „manchmal ist dies aber nicht zu vermeiden.“ Noch bis zum Freitag, 14. Oktober, müssen die Autofahrer mit dem Stauproblem leben.

Ortskundige Autofahrer haben inzwischen eine Lösung gefunden, wie sie zumindest etwas schneller zu den Stoppschildern vordringen können: Sie fahren in Höhe von Ikea auf der linken Spur an dem Stau vorbei und in den Lohfeldener Rüssel hinein. Dort wenden sie an der Einmündung zur Alexander-von-Humboldt-Straße oder umrunden den Kreisel im Gewerbegebiet.

Dann geht es auf der Gegenfahrbahn zurück und an der ersten Abfahrt hinunter auf die A 7. Ganz problemlos ist aber auch dieser Weg nicht. Beim Einfädeln kurz vor dem Stoppschild müssen sich die Stau-Umfahrer ebenfalls in Geduld üben. Denn die Alternativroute über den Rüssel hat sich inzwischen herumgesprochen.

Von Peter Ketteritzsch

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