Unfallschwerpunkt

Baustellen auf der A49: Leitplanken für 500.000 Euro

Mit Leitplanken ausgestattet: Die Baufirma hat die Betongleitwand abgerissen und die Schutzplanken aufgestellt. Die Baustelle auf der A 49 zwischen Kassel und Baunatal (Im Hintergrund die Schornsteine des VW-Kraftwerks) gibt es seit Mitte August. Foto: Kühling

Kassel/Baunatal. Immer wieder kommt es derzeit auf der A49 zwischen Kassel und Baunatal zu Verkehrsbehinderungen, Staus und Unfällen.

Grund: In Fahrtrichtung Marburg, im Bereich der Ausfahrt am Kreuz Kassel-West, gibt es seit Mitte Juli eine Baustelle mit Geschwindigkeitsbegrenzung und verengten Fahrspuren. Die Aus- und Auffahrten sind erheblich verkürzt. Fünf Unfälle, einer mit zwei Schwerverletzten, registrierte die Polizei seitdem.

Grund für die Arbeiten: Die brüchige Betongleitwand wurde abgebaut, inzwischen wurden neue Leitplanken installiert. Viele Autofahrer ärgern sich über die lange Dauer der Baustelle. Häufig sei dort gar nicht gearbeitet worden, sagt ein verärgerter Anrufer gegenüber der HNA. Diesen Eindruck bestätigt Horst Sinemus, Sprecher der zuständigen Landesbehörde Hessen Mobil. „Die Arbeiten laufen seit Mitte Juli“, erläutert Sinemus. „Es hat Stillstandzeiten gegeben.“

Die Baufirma habe mit einem erhöhten Krankenstand bei den Mitarbeitern zu kämpfen gehabt, sagt der Sprecher weiter. „Es hat einen Engpass gegeben. Das hat sich alles lange hingezogen.“

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Gefährliche Baustelle

Der gleiche Austausch der Betongleitwand durch Leitschienen fand außerdem noch im Bereich der Anschlussstelle Baunatal-Süd statt. Die Gesamtkosten gibt Sinemus mit rund 500.000 Euro an.

Wie schon kürzlich an der A 7 im Bereich Kassel-Ost hat sich der Engpass zu einem gewissen Unfallschwerpunkt entwickelt. Laut Polizeisprecher Torsten Werner gab es insgesamt fünf Zusammenstöße. Die meisten passierten beim Auffahren von Autos aus der verkürzten Auffahrt heraus. „Es ist da immer das gleiche Muster“, so Werner.

Ob es generell an den hessischen Autobahnen eine Tendenz zu mehr Stahlplanken anstatt der starren Betonwänden gebe, das kann der Behördensprecher nicht bestätigen. Die Funktionsweise beider Sicherheitseinrichtungen werde immer noch untersucht, sagt er. In diesem Fall habe man sich für Leitplanken entschieden. Im Bereich von Auf- und Abfahrten fingen diese Einrichtungen aufprallende Fahrzeuge etwas besser ab. „Generell gibt es aber keine Tendenz zum Einbau der einen oder der anderen Einrichtung.“

Am Kreuz Kassel-West können Autofahrer nun aufatmen. Laut Hessen Mobil soll an diesem Wochenende die Baustelle endgültig abgebaut werden, so dass der Verkehr wieder ungehindert fließen kann.

Von Sven Kühling

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