Währungsmuseum –Kritik an Entscheidung

„Bedeutung nicht erkannt“

Ulrich Eckel

Fuldatal. An die Reaktion seines Bekannten, eines Amerikaners, der als Soldat in Rothwesten stationiert war, kann sich Ulrich Eckel noch genau erinnern. Der ehemalige Vorsitzende des Rothwestener Ortskuratoriums informierte vor Jahren über den Rückzug der Bundeswehr aus der Fritz-Erler-Kaserne. Darauf der US-Amerikaner: „Aber das Währungsmuseum bleibt doch am Standort im Haus Posen bestehen. Das hat doch eine Bedeutung für ganz Deutschland.“

Was jenseits des großen Teiches klar war, „haben die Mitglieder von Gemeindevorstand und Gemeindevertretung anscheinend noch nicht erkannt. Sie beschließen das Aus für das Währungsmuseum“, meint Eckel, der sich für die Einrichtung in seinem Ortsteil einsetzt.

Leidenschaft und Herzblut

Die finanzielle Lage der Gemeinde lasse es nicht zu, alle wünschenswerten Vorhaben zu verwirklichen. „Aber es ist ein Unterschied, ob man etwas nur unter finanziellen Aspekten sieht oder ob man mit Leidenschaft und Herzblut nach Wegen sucht, das Museum trotz finanzieller Widrigkeiten zu erhalten.“ Es genüge nicht, Anfragen per Brief zu verschicken, die eventuell nicht beantwortet werden. Hier müsse in persönlichen Gesprächen intensiv verhandelt werden, meint Eckel.

An die Geburtsstunde der D-Mark an Ort und Stelle, nämlich im Haus Posen in Rothwesten zu erinnern, sei eine historische Aufgabe, die in der Parlamentssitzung nicht wahrgenommen wurde.

Der ehemalige Vorsitzende des Ortskuratoriums hofft auf eine Stiftung oder einen Förderverein. Aber auch auf die politisch Verantwortlichen in Fuldatal. Die sollten sich trotz ihrer negativen Beschlüsse „für den Erhalt des Museums Währungsreform ins Zeug legen“. (mic) Archivfoto: Schräer

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