Jugendliche sammeln am Samstag in Vellmar Weihnachtsbäume ein – Erlös ist für guten Zweck bestimmt

Die Not bedürftiger Menschen lindern

Aktion Weihnachtsbaum: 150 Jugendliche sammeln am Samstag in Vellmar die ausgedienten Tannen und Fichten gegen eine Spende ein. Organisiert wird die Aktion vom Stadtjugendring Vellmar. Dessen Vorsitzender Reiner Möller (links) und sein Stellvertreter Karl-Heinz Reiser hoffen auf viel Unterstützung. Foto: Schilling

Vellmar. Wenn man genau hinschaut, kann man sie hier und da schon am Straßenrand liegen sehen – die ausgedienten Weihnachtsbäume. Wie in jedem Jahr werden in den kommenden Tagen in vielen Orten Jugendliche aus Vereinen und Verbänden im Einsatz sein, um die Bäume gegen eine Spende einzusammeln.

Auch in Vellmar findet am Samstag, 11. Januar, wieder die Aktion Weihnachtsbaum statt, die vom Stadtjugendring organisiert wird. Das Besondere dabei: Der Erlös wandert nicht in die Kassen der beteiligten Vereine, sondern kommt hilfsbedürftigen Menschen in Vellmar zugute.

„Durch das Geld konnten wir in den vergangenen Jahren schon viel Gutes tun. Bei manchen Menschen herrscht wirklich große Not“, sagt Reiner Möller, Vorsitzender des Vellmarer Stadtjugendrings.

Um die 150 Jugendliche von über zehn Organisationen werden am Wochenende dabei sein und die Bäume an den Haustüren einsammeln – gegen eine Gebühr von mindestens einem Euro. „Wer möchte, kann natürlich auch mehr spenden“, sagt Möllers Stellvertreter Karl-Heinz Reiser. Er hat die Aktion, die in diesem Jahr zum 38. Mal stattfindet, von Anfang an begleitet.

Anfangs wurde das eingesammelte Geld Organisationen wie der Arbeiterwohlfahrt und dem Roten Kreuz übergeben. In den 80er-Jahren kam dann die Idee auf, den Erlös Menschen aus Vellmar zugutekommen zu lassen.

Mittlerweile ist die Spendensammlung in Vellmar eine feste Größe. Über 4000 Euro kommen jedes Jahr zusammen. Mit dem Geld werden in der Regel zwischen 15 und 20 Familien und Einzelpersonen unterstützt. Vorgeschlagen werden diese von verschiedenen Institutionen. „Wir bekommen das ganze Jahr über immer wieder Anfragen, ob wir im Einzelfall helfen können. Wir überprüfen das dann und entscheiden, wer etwas bekommt“, erklärt Möller.

Die Form der Hilfe sieht dabei ganz unterschiedlich aus. Sie reicht von Geld über Gutscheine, etwa für Kinderbekleidung, bis hin zu Lebensmitteln, Möbeln und Heizmaterial. „Es kommt ganz darauf an, was gebraucht wird“, sagt Möller. Und das kann auch mal ein Zuschuss zu einer Schulfreizeit sein.

Er ist dankbar, dass die Aktion von vielen Seiten unterstützt wird. So stellen Landwirte, Gärtnereien, die Feuerwehr und die Stadt Vellmar Fahrzeuge zum Einsammeln der Bäume zur Verfügung. Zudem gibt die Stadt einen finanziellen Zuschuss für die Verpflegung der Helfer.

Die Abfallentsorgung des Landkreises Kassel ist mit zwei Sonderfahrzeugen im Einsatz und bringt die Bäume von der Sammelstelle auf dem Festplatz zur Kirschenplantage nach Hofgeismar, wo sie geschreddert und kompostiert werden.

Von Meike Schilling

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