Begegnung - Der Name ist Programm

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Gut besucht, nicht nur wenn die Sonne scheint: Das Café Döhne im Erdgeschoss des Hauses der Begegnung.

Baunatal. Strahlend verzehrten Torsten Nebe, Norbert Pfaffenbach und Michael Hüsing von den Baunataler Werkstätten ihre Laugenbrezeln und genossen dabei den Blick von der großzügigen Terrasse im obersten Stock der neuen Begegnungsstätte am Marktplatz zum Volkswagen-Werk.

Als behinderte Menschen wollen sie hier öfter ihre Freizeit verbringen, den „normalen“ Alltag in der Stadt erleben. Vorschläge, was man machen könne, habe er schon eingereicht, erzählte Norbert Pfaffenbach.

Das Trio freute sich mit den übrigen Gästen im Saal der Begegnungstätte, die von der Baunataler Diakonie betrieben wird, dass endlich Leben in das Haus eingekehrt ist, das noch vor zwei Jahren ein marodes, tristes ehemaliges Postgebäude war. „Superhell und superfreundlich“ wirke das Gebäude, das mit einem Staffelgeschoss aufgestockt worden ist, auf ihn, sagte Bürgermeister Manfred Schaub (SPD) bei seiner Begrüßung. Zudem sei es ein „architektonisches Highlight am Marktplatz“ geworden.

Zusammen mit Pfarrer Joachim Bertelmann, Vorstandschef der BDKS, präsentierte er den neuen Namen des Gebäudes: „Marktplatz 5 - Haus der Begegnung“. Dieser ist Programm, sollen dort doch „normale“ und behinderte Baunataler aus den Werk- und Wohnstätten der Diakonie dort ihre Freizeit zusammen gestalten. In einer großen Küche kann gekocht werden. Gruppenräume bieten viel Platz für Kreativität. „Wir wollen Betroffene zu Beteiligten machen.“ So formulierte Bertelmann das Ziel, Behinderte im Alltag der Inennstadt zu integrieren.

Sanierung, Um- und Ausbau des Gebäudes unter der Regie des Kasseler Planungsbüros „Baufrösche“ haben 2, 5 Millionen Euro gekostet und sind aus den Landesprogrammen „Aktive Kernbereiche“ und „Lokale Ökonomie“ bezuschusst worden. Ina Reich von den „Baufröschen“ zeichnete die vielen bösen Überraschungen nach, die Planer und Statiker beim Umbau erlebten, angefangen vom Leitungsgewirr im Boden bis hin zur maroden Kellerdecke. Die Begegnungsstätte setzt ein Signal für die Teilhabe von behinderten Menschen und ist zugleich ein wichtiger Baustein für ein neues, attraktiveres „Gesicht“ der Baunataler City. Der Anfang ist gemacht: Im Café der Bäckerei Döhne im Erdgeschoss herrschte am Wochenende schon guter Betrieb. Auch die Kirchengemeinde Altenbauna, die Diakoniestation und der Kleiderladen der Kirche sind schon eingezogen. Die BDKS ist Hauptmieter des Gebäudes.

Von Peter Dilling

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