Altes Postgebäude

Begegnungszentrum in Baunatal: Hier gibt es bald einen neuen Treffpunkt

Moderner Akzent: Das Begegnungszentrum prägt die Passage auf der gegenüberliegenden Seite des Rathauses. Am 3. Mai soll das Gebäude von der Stadt an die Baunataler Diakonie Kassel übergeben werden. Fotos: Dilling

Baunatal. Nach etwa einjähriger Bauzeit kommt der Umbau des alten Postgebäudes zum barrierefreien Begegnungszentrum für behinderte und nichtbehinderte Menschen auf die Zielgerade.

Noch hämmern die Handwerker, verlegen Parkettboden und Fliesen, Trockenbauer und Elektriker arbeiten mit Hochdruck in dem lichten, teilweise umgebauten Gebäude.

Am Samstag, 3. Mai, will Bürgermeister Manfred Schaub die Schlüssel zu dem Gebäude der Baunataler Diakonie Kassel (BDKS) übergeben. Die BDKS wird Hauptmieter und Betreiber des Zentrums sein. Daneben ziehen Wohnungslosenhilfe, die evangelische Kirchengemeinde Altenbauna II, der Hospizverein, die Suchtberatung , die Diakoniestation und der Kleiderladen des Leiseltreffs nach und nach ein.

Café mit Mittagstisch 

Bereits am 1. Mai will Bäckermeister Ralf Döhne sein Café mit Mittagstisch und Backwareverkaufstheke im Erdgeschoss des Begegnungszentrums eröffnen. Es soll den ganzen Tag über ein Treffpunkt für alle Baunataler sein, ihnen Gelegenheit bieten, sich bei Cappuccino und Kuchen zu unterhalten und Kontakte zu knüpfen.

Bilder von der Baustelle

Bau eines Begegnungszentrums in Baunatal

Die Stadt Baunatal hat 2,6 Millionen Euro in das Projekt investiert. Der Haupteingang zum Begegnungszentrum wird an der Seite zur Postgasse liegen. Dort bauen Arbeiter zurzeit die vorhandene Rampe an der Marktstraße um. Sie soll flacher werden, damit auch Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer leichten Zugang haben. Abends werden mit Seilen zwischen den Gebäuden verspannte neue Leuchten für ausreichend Helligkeit sorgen.

Restarbeiten: In dem Gebäude werden noch allerhand Leitungen verlegt.

Das Staffelgeschoss mit seinem teilbaren Versammlungsraum von 100 Quadratmetern, seinen Lichtkuppeln und der großzügigen Terrasse zur Marktstraße hin ist das architektonische Markenzeichen des Hauses. „Es setzt den Kontrapunkt zum Gebäude der Kasseler Sparkasse“, sagt Uwe Schenk, Fachbereichtsleiter Bau und Umwelt.

Bewohner des BDKS-Wohnheims an der Beethovenstraße, behinderte Menschen aus dem Betreuten Wohnen und der Baunataler Werkstatt der Diakonie können in dem neuen Gebäude am gesellschaftlichen Alltag der Baunataler teilhaben. In der 40 Quadratmeter großen Küche des Begegnungszentrums, die durch eine breite Glasfront den Blick auf den Marktplatz freigibt, können behinderte mit nicht behinderten Menschen kochen und backen und in einem 30 Quadratmeter großen Atelierraum ihrer Kreativität freien Lauf lassen. „Interessierte sind eingeladen, ehrenamtlich mitzumachen und das Kursangebot zu bereichern, beispielsweise im musischen Bereich“, sagt Elke Helberg, Projektleiterin der BDKS.

Die Stadt will sich weiter für das Zentrum engagieren. Es sei geplant, einen gehandicapten Mitarbeiter der Verwaltung zeitweise dafür abzustellen, sagte Bürgermeister Manfred Schaub. Man sei auch in Gesprächen mit dem Landeswohlfahrtsverband über eine finanzielle Unterstützung des Projekts.

Von Peter Dilling

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