Roland Lorenz war vier Jahre der Motor des Baunataler Seniorenarbeitskreises

Beharrlichkeit ist sein Trumpf

Garten ist sein Hobby: Mit diesem Brunnen hat sich Roland Lorenz hinter seinem Haus in Großenritte ein Idyll geschaffen, in dem er gut entspannen kann. Foto: Dilling

Baunatal. „Ich bohre immer nach. Wenn ich etwas mache, mache ich es richtig“, sagt Roland Lorenz. Seine Beharrlichkeit zahlt sich oft aus. Zwei Jahre kämpfte er für den Bau eines Fitness-Gartens für ältere Menschen im Stadtpark.

Jetzt stehen die Geräte auf dem Gelände der ehemaligen maroden Freiluftbühne.. „Er wird sehr gut angenommen“, erklärt der 78-Jährige.

Dieses Projekt gehörte zu den wichtigsten, die der Großenritter in seiner vierjährigen Zeit als Vorsitzender des Seniorenarbeitskreises in Baunatal angepackt hat. Wünschenswert sei noch eine Wassertretstelle an der Bauna im Stadtpark. Diese Idee hat der gelernte Maschinenbaumeister angestoßen. Umsetzen muss sie sein Nachfolger Wolfram Meibaum. Denn Lorenz hat kürzlich sein Ehrenamt abgegeben. Ende des Jahres, wenn seine Amtszeit im Kreisseniorenbeirat ausläuft, zieht sich der Sozialdemokrat ganz ins Private zurück. Dann stehen Reisen mit seiner Frau und Golf spielen auf dem Programm des Rentners, der früher Ausbilder im Volkswagenwerk war. In seiner langen kommunalpolitischen Karriere, unter anderem als ehrenamtlicher Stadtrat und Aktiver der SPD-Vereinigung 60plus, mussten Hobbys und Freizeit oft zurückstehen.

Lorenz hat mit dem Arbeitskreis wichtige Impulse für den Seniorenplan der Stadt Baunatal gegeben, viele Vorschläge für Bordsteinabsenkungen gemacht, die Rollatorfahrern zugute kommen und eine Reihe von Geburtstagsfeiern und Unterhaltungsprogramme für Baunataler Senioren mit organisiert. Eine Veranstaltung zum internationalen Tag der Senioren, der im Oktober erneut stattfinden wird, hat Lorenz ganz neu eingeführt.

Nicht immer sei die Resonanz der alten Menschen auf die Angebote des Arbeitskreises so groß gewesen, wie er sich das gewünscht hätte, sagt der gebürtige Sudetendeutsche. Das gilt beispielsweise für den von Lorenz angestoßenen Erfahrungsaustausch zwischen den Generationen in Baunatal. Da hätten wir aktiver sein sein sollen“, sagt der 78-Jährige selbstkritisch.

Insgesamt seien die Senioren in Baunatal sehr zufrieden, meint Lorenz, der einen Sohn und einen Enkel hat. . Das liege an dem großen Angebot von Vereinen und Verbänden in den Stadtteilen. Eine Ausnahme gebe es allerdings: Ältere Menschen suchten oft vergeblich nach kleineren, barrierefreien Wohnungen. Es sei schade, dass die Stadt Baunatal von Gesetzes wegen selbst keine bauen dürfe. (pdi)

Von Peter Dilling

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