Acht Poeten gingen beim zweiten Bauna-Slam im Second Home an den Start

Beim Reimen ist alles erlaubt

Vortrag mit vollem Körpereinsatz: Joki Keilen trug den Gästen im Second Home außerhalb des Wettbewerbs aus dem Leben einer Tiefkühlpizza vor. Fotos: Hartung

Baunatal. Ernste Themen wie Toleranz und Politik, Lustiges oder auch die eigenen Träume - beim Poetry Slam ist alles erlaubt. Die Teilnehmer machen dem Publikum ihre Sichtweise auf verschiede Dinge durch das Vortragen in Reimform deutlich. Die Texte werden dabei nicht nur vorgelesen, sondern mit einer Art Performance vorgetragen. Es darf geflüstert, wütend geschrieen oder sorgenvoll gejammert werden.

Acht Teilnehmer zwischen 18 und 30 Jahren aus Baunatal, Kassel, Wuppertal, Marburg und Mainz machten beim zweiten Poetry-Slam im Jugendzentrum Second Home - dem Bauna-Slam - mit. In der Vorrunde qualifizierten sich vier Teilnehmer für das Finale.

Am Ende konnte sich Paul Ziehmer (23, aus Baunatal) gegen die anderen Slammer durchsetzen. Den zweiten Platz belegte Veronika Hofmann aus Marburg. „Poetry Slam breitet sich immer mehr aus und spricht eine große Bandbreite an“, weiß Joki Keilen (19), die die Veranstaltung organisiert hat und gemeinsam mit Vaccaro Ciro moderierte.

Außerdem stand sie außerhalb des Wettbewerbs auf der Bühne und berichtete „Vom Leben einer Tiefkühlpizza“. „Slammen ist toll, weil man auf der Bühne steht und sehr viele einem zuhören“, sagte die 19-jährige Baunatalerin. Auch die Gäste waren begeistert von den Auftritten der jungen Poeten.

Interessante Form

„Mir gefällt szenische Kunst und die Kommunikation mit dem Publikum“, sagte Besucherin Anna Engelhardt (19, aus Kassel). Das Slammen sei eine interessante Form, sprachliche Texte lebendig zu machen, findet die junge Frau. Wegen der vielen Anfragen für die Veranstaltung, musste Joki als Organisatorin einigen Slammern absagen.

Die müssten aber nicht traurig sein - der nächste Bauna-Slam sei schon für Juli in Planung, sagte sie.

Von Tina Hartung

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