Ahnatal-Schüler präsentierten Ergebnisse der künstlerischen Projektwoche

Beim Rap stimmte Chemie

Chemie muss stimmen: Die Teilnehmer der Projektgruppe PSE-Rap unter der Leitung von Frank Dittrich (links hinten) und Sabine Weber präsentierten das Periodensystem der Elemente auf besondere Art. Fotos: Sommerlade

Vellmar. Die Aufregung war den Akteuren im Atrium anzusehen. Verständlich. Schließlich stand den knapp 20 Schülern der Ahnatal-Schule Vellmar der Auftritt vor 800 Mitschülern bevor, um das Ergebnis der zurückliegenden Projektwoche zu präsentieren. Die Gruppe war eines der insgesamt 30 Projekt-Teams, die sich fünf Tage lang mit dem Thema „Künstlerisches und Musisches“ auseinandergesetzt hatten.

Während sich am Abschlusstag die Sitzplätze im Atrium allmählich füllten, überprüften die Schützlinge der Projektgruppe unter der Leitung von Frank Dittrich und Sabine Weber noch ein letztes Mal das Mikrofon, rückten die Rhythmusinstrumente zurecht oder sangen leise vor sich hin. Wer im Zuschauerraum nun an eine rein musikalische Darbietung geglaubt hatte, sah sich getäuscht. Musikalisch ausgebildet waren die Teilnehmer nicht, aber die Chemie stimmte. Und das im wahren Sinn des Wortes.

Bei der Darbietung der AG „PSE-Rap“ stand nämlich weniger die Musik als vielmehr das Periodensystem der Elemente (PSE) im Vordergrund. Die chemischen Elemente wurden zum rhythmischen Sprechgesang musikalisch und tänzerisch präsentiert. Der Auftritt wurde zudem mit der Darbietung chemischer Experimente besonders effektvoll gestaltet und kam gut bei den Mitschülern an. Viel Beifall erhielten auch die Akteure des Improvisationstheaters unter der Leitung von Ivonne Schumacher und Christiane Hardes. Die Teilnehmer überzeugten mit starker Bühnenpräsenz, Kreativität und Spontanität, als sie bei ihrem Stück auf die individuellen Wünsche und Anregungen des Publikums eingingen. Begeistert zeigte sich die Schülerschaft auch von den Ergebnissen der einzelnen Gruppen bei der großen Ausstellung im Schulgebäude. An den einzelnen Stationen gab es über den Bau von Insektenhotels, das Anfertigen von Lernspielen aus Holz oder den Nachbau von Steinzeitgeräten viel Interessantes zu bestaunen. „Hier gibt es so viel Spannendes zum Ausprobieren. Die Woche hat sehr viel Spaß gemacht“, fand auch Paolo Aybinger. Der 15-Jährige war begeisterter Teilnehmer der Projektgruppe Bau physikalischer Geräte durch den kreativen Einsatz haushaltsüblicher Materialien.

Aus Reißzwecken, Büroklammern und Draht hatte der 15-Jährige unter der Anleitung von Physik-Lehrer Michael Lorenz mit viel Liebe zum Detail einen kleinen Elektro-motor gebaut. „Eigentlich ist Chemie mein Lieblingsfach. Durch die Projektwoche habe ich aber auch entdeckt, wie faszinierend Physik sein kann.“

Von Martina Sommerlade

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