Elternvertreter und Vorstand der Baunataler Diakonie Kassel reagieren auf Kritik

Beirat soll nun Lösung suchen

Die Wohnstätten in Burguffeln: Hier wie auch in den Hofgeismarer Wohnstätten der Baunataler Diakonie Kassel kam erhebliche Unruhe auf, als Informationen die Runde machten, dass Bewohner beider Heime in andere Unterkünfte umziehen sollten. Foto: Rieß

Hofgeismar/ Baunatal. An einem runden Tisch sollen die Wogen geglättet werden, die mit den Plänen der Baunataler Diakonie Kassel (BDK) aufkamen, in Nordhessen zusätzliche stationäre Wohnangebote für Menschen mit Behinderung zu schaffen.

Zu Irritationen führte bei den Eltern vor allem die Ankündigung, mittel- bis langfristig stationäre Plätze in den Wohnheimen Hofgeismar und Burguffeln zu reduzieren.

Jetzt kam es zu einem Treffen zwischen Vertretern der Eltern, des Vorstandes des Eltern- und Fördervereins der Diakonie Wohnstätten Hofgeismar sowie der Lebenshilfe Hofgeismar und des gesamten Vorstandes der Baunataler Diakonie Kassel. In der Zusammenkunft waren sich alle einig, dass die angestrebte Regionalisierung der Angebote ein mittel- bis langfristiger Prozess wird. Er könne nur gemeinsam mit allen Beteiligten erfolgen.

Am Standort Hofgeismar will die BDK auf jeden Fall langfristig festhalten, das nahmen die Eltern beruhigt zur Kenntnis. Bereits jetzt, so wurde aus den Reihen des Vorstandes mitgeteilt, habe man für die Sanierung der vorhandenen Gebäude erhebliche Mittel eingeplant. Wie später einmal die konkrete Nutzung aussehen werde, solle mit den Bewohnern aber auch mit den Eltern besprochen werden.

In der Zusammenkunft wurde vereinbart, einen Beirat für das Projekt zusätzliche stationäre Wohnangebote ins Leben zu rufen. Ihm sollen neben Angehörigen aus Hofgeismar und Burguffeln auch die Heimbeiräte als Vertreter der Menschen mit Behinderung angehören. Eingeladen werden sollen außerdem Vertreter des LWV und des Landkreises Kassel. Der Beirat soll innerhalb der nächsten Wochen seine Arbeit aufnehmen.

„Miteinander ist wichtig“

Joachim Bertelmann, Vorstandsvorsitzender der BDK, sagte: „Ich bin froh darüber, dass wir jetzt gemeinsam einen konstruktiven Weg gehen. Ein gutes Miteinander mit den Eltern und den Fördervereinen ist uns sehr wichtig.“ (kil) Archivfoto: Fischer/ nh

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