Mit der Region eng verbunden

Arnd Kauffeld ist neuer Leiter der Forstreviers Wahlershausen

Viel zu Fuß unterwegs: Mit Hund Chitaah schaut Arnd Kauffeld in seinem Revier nach dem rechten. Der 41-Jährige ist für die Waldflächen des Reviers Wahlershausen zuständig. Foto: Kühling

Kassel / Baunatal. Arnd Kauffeld muss sich im Interessentenwald Großenritte ebenso auskennen wie auf der Dönche in Kassel. Er muss wissen, wie der Zustand der Bäume im Eichwald ist und wie sich Holz vom Baunsberg vermarkten lässt.

Arnd Kauffeld ist der neue Förster des Reviers Wahlershausen, das sich vom Mulang am Bergpark Wilhelmshöhe bis fast nach Edermünde erstreckt.

Für den 41-Jährigen ist die neue Aufgabe bei Hessenforst ein Heimspiel. Schließlich ist er in der Region eng verwurzelt. Groß geworden ist Arnd Kauffeld auf dem Grebenhof bei Großenritte. Aufgebaut wurde der bekannte Reiterhof von den Eltern, geführt wird der Betrieb mittlerweile von Arnds Bruder Frank. „Im Wald daneben habe ich schon mein Schulpraktikum absolviert“, erinnert sich Arnd Kauffeld an sein frühes Interesse für die Natur. „Es ist schon verrückt, dass ich jetzt als Revierförster dafür zuständig bin.“

Verbunden mit der Region ist Kauffeld, der inzwischen mit seiner Frau und Töchterchen Paulina in Edermünde-Grifte wohnt, außerdem durch den Sport. Zehn Jahre spielte der Handballer unter anderem in der zweiten Bundesliga für Gensungen/Felsberg. Im Anschluss daran wechselte er 2004 als Spielertrainer ins Landesliga-Team der GSV Eintracht Baunatal. Seit drei Jahren geht Kauffeld nun selbst nicht mehr auf Torejagd. Die Mannschaft der Eintracht, die inzwischen in der 3. Bundesliga antritt, betreut er aber weiterhin.

Von seiner Trainertätigkeit habe er auch etwas mitgenommen in den Beruf, sagt der Revierförster. Man müsse seine eigene Linie gegenüber anderen vertreten können. „Das war eine gute Schule für mich.“ Arnd Kauffeld verkörpert das Bild eines modernen Försters. Nicht nur, dass er seine neue Aufgabe anzugehen scheint wie das nächste Spitzenspiel – nämlich äußerst motiviert, der Baunataler tritt selbstbewusst als Betriebswirt auf. Man dürfe nicht vergessen, dass die Öffentlichkeit Interesse an der Vermarktung des Holzes habe, betont er. „Wir müssen den Wald als Wirtschaftsgut nutzen.“ Und: „Ich identifiziere mich mit den Zielen des Betriebes.“

Natürlich gehört nicht nur der Verkauf von Holz zu den Vorgaben von Hessenforst. Auch die Naturschutzgebiete – beispielsweise den Kern des Baunsberges – will Kauffeld im Blick haben. „Wir müssen diese Gebiete fördern“, sagt er. Ein offenes Ohr für alle Anliegen der Bevölkerung sei ihm wichtig. Das müsse auch so sein, schließlich sei das Revier durch die Städte geprägt. So sei er beispielsweise gerade dabei, gemeinsam mit der Stadt Baunatal eine legale Mountainbike-Strecke für Jugendliche zu realisieren.

Man müsse versuchen, die Themen des Waldes transparent zu machen, sagt der 41-Jährige weiter. „Ich sehe mich nicht als Sheriff, sondern als Berater.“

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.