Nach spektakulärem Unfall

Versunkener Porsche: Bergung lässt auf sich warten

Fuldatal. In die Fulda gestürzt und gesunken ist am vergangenen Donnerstag nach einem Unfall auf der B 3 hinter Fuldatal-Wahnhausen ein Porsche Cabrio. Noch unklar ist, wann der mehr als 400 PS starke Bolide geborgen wird.

Federführend ist zurzeit das Wasser- und Schifffahrtsamt Hann. Münden, weil es sich bei der Fulda um eine Bundeswasserstraße handelt. „Wir hoffen, dass der Wagen diese Woche rauskommt“, sagte am Montag Rolf-Dieter Summa, Leiter des Außenbezirks Hann. Münden.

Das erste Problem: Der Sportwagen, der allein von Donnerstag bis Freitag schon 200 Meter von der eigentlichen Unfallstelle abgetrieben ist und etwa zehn Meter vom Fulda-Ufer entfernt auf Grund liegt, könnte weiter treiben. „Ein echtes Problem ist eine mögliche unkontrollierte Verlagerung des Wagens in der Fulda“, sagte dazu Alexander Lorch, Polizeihauptkommissar beim Wasserschutzpolizeiposten Kassel.

Der Versuch, den Porsche mittels eines Drahtseiles über einen Taucher zu fixieren, hatte nicht geklappt.

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Das zweite Problem: Der Fundort - ein Sonarboot hatte das Wrack am Freitag aufgespürt - sei laut Lorch für eine Bergung problematisch. Denn zwischen der Straße und dem Rad- und Fußweg darunter liegt noch die abfallende Böschung. Der Weg sei zu schmal, um dort einen Bergungskran aufzustellen. Eine Aktion vom Wasser aus - möglicherweise mit einem Greifboot - gestalte sich laut Lorch wegen der zurzeit starken Strömung in der Fulda ebenfalls schwierig.

Ein drittes Problem stellt sich nach Auskunft des Polizeihauptkommissars - zurzeit jedenfalls - nicht: dass der Fluss durch austretendes Benzin und Öl verschmutzt wird. Der Tank sei bei einem so modernen Fahrzeug gut gesichert. Regelmäßige Kontrollen hätten bislang keine Anhaltspunkte für undichte Stellen ergeben. Die Erfahrung zeige, dass solche Behältnisse eine „Zeit lang dicht bleiben“.

Fotos von der Unfallstelle

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Ein vierter Aspekt ist ebenfalls noch kein Thema. Gefahr für die Schifffahrt bestehe laut Summa vom Außenbezirk Hann. Münden zu dieser Jahreszeit nicht. Die Personenschifffahrt sei eingestellt, die Schleusen wären dicht, es herrsche auf dem Wasser kein Verkehr. Bei der derzeitigen Wasserhöhe von drei Metern am Fundort könne auch ein Schiff über das Cabrio fahren, ohne Schaden zu nehmen. Aber: Im Falle eines Abtreibens sind andere Stellen nur 1,20 Meter tief.

Trotzdem: Klar ist, dass „das Auto so schnell wie möglich raus muss“, betonte Kreispressesprecher Harald Kühlborn für die Untere Wasserbehörde des Kreises. Es könne „nicht die nächsten Wochen im Fluss liegen“. Das Hauptthema ist laut Kühlborn jetzt: „Wie kriege ich den Porsche wieder da raus?“

Rubriklistenbild: © Schachtschneider

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