Den Beruf kennenlernen

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Balanceakt: Über den Dächern von Kaufungen wird von Michael Lauterbach (rechts) und Sebastian Pfromm einiges an Geschicklichkeit und Konzentration verlangt. Neben dem sicheren Stehen müssen alle Arbeiten präzise ausgeführt werden, jeder Ziegel an der richtigen Stelle platziert werden, wie bei dieser Neueindeckung eines Satteldaches in der Bachstraße.

Niestetal. Handwerk hat goldenen Boden – dieses Sprichwort habe immer noch seine Gültigkeit, heute mehr denn je, bestätigt Holger Hartmann, der in seiner Dachdeckerfirma acht Angestellte und zwei Auszubildende beschäftigt.

Die Zukunftsaussichten seien blendend: „Handwerker werden gesucht sein und mehr Geld verdienen als Bachelor und Master“, stellt der erfahrene Dachdecker heraus, denn über 60 Prozent der Schulabgänger wollten heutzutage studieren.

Am besten sei es, wenn die Anwärter auf einen Ausbildungsplatz schon etwa ein Jahr vorher, in den Schulferien, vergütete Praktika in seinem Unternehmen machten. So könnten sie in den Beruf des Dachdeckers hineinschnuppern und die Arbeitsabläufe von der Pike auf kennenlernen. Holger Hartmann möchte so bewirken, dass sich die Bewerber ganz sicher sind, dass dieses Handwerk genau das Richtige für sie ist.

Das Schöne an seinem Beruf sei, das ganze Jahr an der frischen Luft und nicht eingesperrt in einem Büro zu arbeiten, sagt er. Außerdem hätte man stets mit neuen Menschen und neuen Aufgaben zu tun, das mache dieses Handwerk äußerst abwechslungsreich.

Einzige Voraussetzung für einen Ausbildungsplatz, außer Spaß und Freude an handwerklichen Dingen, ist ein guter Hauptschulabschluss. Wichtig sind Fertigkeiten wie Rechnen, auch Kopfrechnen, sowie Schreiben, denn im Rahmen der Ausbildung müssten Berichte geschrieben werden, und Lesen wegen der Beachtung der Sicherheitsvorgaben. Von den 18 Auszubildenden, die ihre Lehre bei Hartmann Dacheindeckungen abgeschlossen hätten, seien noch drei im Betrieb beschäftigt. Die beruflichen Wege der anderen sind vielfältig: Der letzte Azubi arbeitet heute in der Industrie; einige gehen in andere Betriebe oder machen sich nach der Meisterprüfung selbstständig. Holger Hartmann freut sich über den regen Austausch, den er mit seinen ehemaligen Auszubildenden pflegt.

Zuschüsse für die Sanierung

Der Gesetzgeber hat vorgegeben, dass alle Häuser aus energetischen Gründen bis Ende des Jahres über eine Wärmedämmung des oberen Geschosses verfügen müssen.

Hier heißt es für Hausbesitzer, in die Sanierung zu investieren, denn der Trockenboden soll gegen den Wärmeverlust geschützt werden. Zwei Varianten kämen infrage, erläutert Hartmann. Man könne unter dem Dach dämmen oder, wenn das Dach ausgebaut sei, das Dachkonstrukt an sich wärmedämmen. Hier würde das Dach durch die Dämmung zwischen den Dachsparren dicker. Bei Erreichen eines bestimmten Dämmwertes, der errechnet wird, können für die Sanierung Zuschüsse vom Staat beantragt werden. Hierbei unterstützt der versierte Dachdeckermeister seine Kunden tatkräftig.

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Überhaupt sei seine Beratungstätigkeit das A und O, erläutert er. Verschiedene Schritte vor der Dacherneuerung gäbe es; darauf ist er spezialisiert: Am Anfang stehe das genaue Ausloten der Kundenwünsche und eine Analyse des vorgefundenen Zustandes. Er ermittle sodann eine spezifisch auf das Gebäude bezogene Lösung und erstelle das Angebot. Holger Hartmann erzielt seine sehr guten Erfolge über diese besonders sorgfältige Beratung.

Denn die Vorüberlegungen und Investitionskosten lohnen sich: Vierzig bis fünfzig Jahre beträgt die Lebenserwartung eines Daches; alle fünf Jahre empfiehlt der erfahrene Dachdeckermeister einen fachmännischen Dachcheck.

Auch wer darüber hinaus einen Komplettsanierungsbedarf seiner Hausfassade hat, ist bei Holger Hartmann richtig: Anders als andere Dachdeckerfirmen bietet die Hartmann GmbH sogar die Erneuerung der gesamten Außenhülle eines Gebäudes, einschließlich neuer Fenster, an. (pks)

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