Ausbau und Sanierung der Baunsbergschule beendet

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Froh über neue Möglichkeiten: Schulleiterin Petra Barkey (links) und Stellvertreterin Birgit Merz vor der Baunsbergschule mit dem Hof im ersten Stock. Im Hintergrund sieht man das Dach eines der Altbauten.

Baunatal. Nun ist die Baunsbergschule in Altenbauna eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen, so der neue Name.

Hier sollen aber wie bisher junge Leute mit Lernproblemen möglichst zum Hauptschulabschluss, einer Berufsausbildung oder zurück in eine allgemeinbildende Schule geführt werden. 40 Jahre ist die Schule alt, rechtzeitig zum Geburtstag gab es zusätzliche Räume.

Die Lehrer sollen Ruhe ins Leben der jungen Leute bringen, sie aber auch zu geistiger und körperlicher Beweglichkeit animieren – eine Art Spagat. Außerdem kümmern sich Lehrkräfte um Schüler mit Defiziten an anderen Schulen, künftig gehören neben Baunatal, Schauenburg und Fuldabrück auch Söhrewald und Lohfelden zum Einzugsgebiet – insgesamt zehn Schulen.

60 junge Menschen von sieben bis 17 Jahren besuchen die Baunsbergschule. Die Pädagogen – bisher 13, künftig 15 auf elf beziehungweise 14 Vollzeitstellen – müssen zunächst eine exakte Diagnose stellen, woran es einem Kind oder Jugendlichen mangelt. Nicht nur um Lernbarrieren geht es, sondern auch um emotionale und soziale Defizite. Schüler aus bildungsfernen und/oder problematischen Familen sind nicht selten.

„Wir brauchen eine genaue Analyse, wo Förderung nötig ist“, sagt Petra Barkey, Schulleiterin seit 2008. Misserfolgserlebnisse auffangen, Wahrnehmung und Bewegung verbessern, individuelle Fähigkeiten schulen, das sind Ziele des Unterrichts in kleinen Klassen. Auch gemeinsame Aktivitäten jüngerer und älterer Schüler sollen dazu beitragen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Berufsvorbereitung.

Von anderen Schulen unterscheidet die Baunsbergschule, „dass wir nicht unter dem gleichen Leistungsdruck stehen“, erläutert die stellvertretende Schulleiterin Birgit Merz. „Wir bieten einen beschützten Raum“, so Barkey. Viel läuft über handfestes Tun. Dabei helfen Nähzimmer, Holzwerkstatt oder Trainingsraum, die entweder gerade saniert oder neu entstanden sind. Denn der Landkreis Kassel als Schulträger investierte 2,9 Mio. Euro – davon 2,7 Mio. aus Berlin – in Sanierung und Erweiterung der Baunsbergschule.

Äußeres Zeichen ist der moderne Vorbau mit dem hoch gelegten Schulhof, der an der Ecke Auf dem Wiede/An der Trift vor den Gebäuden von 1952 und 1994 entstand. Neu sind Aula, Lehrküche, zwei Klassen und zwei Gruppenräume. 500 Quadratmeter kamen nach den Plänen des Architekturbüros RSE (Kassel) dazu. In den alten Häusern gibt es nun außerdem Räume für Arbeit am PC, für Kunst, Musik sowie den Bereich Bewegen, Spielen, Lernen. Alles zur Freude von Barkey und ihrem Kollegium.

Geburtstag und Erweiterung wurden am Donnerstag groß gefeiert. Dazu hatten die Schüler mit viel Einsatz Vorführungen und Mitmachaktionen vorbereitet. Ein Geschenk ist zudem, dass diesmal sechs von sieben Schülern der Abschlussklassen eine Berufsausbildung beginnen werden.

Von Ingrid Jünemann

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