Gerhard Schaumburg tritt bei der Bürgermeisterwahl am 27. März in Schauenburg für die Offensive an

Er beschwört die Teamarbeit

Will ins Rathaus: Gerhard Schaumburg wirft diesmal für die von ihm mitgegründete Offensive den Hut in den Ring Foto: Kühling

Schauenburg. Ein großes Team unterstütze ihn – das sagt Gerhard Schaumburg immer wieder. 40 Mitglieder der Offensive, von jung bis über 70, seien seit Wochen dabei zu texten, zu plakatieren und Veranstaltungen zu organisieren. Gerhard Schaumburg will es noch mal wissen. Als unabhängiger SPD-Kandidat vor sechs Jahren erst in der Stichwahl unterlegen, dann aus der SPD ausgeschlossen, geht der 53-Jährige nun für die damals gegründete Offensive ins Rennen ums Bürgermeisteramt.

„Die Sache war noch nicht ganz fertig“, sagt Gerhard Schaumburg über das knappe Scheitern an der jetzigen Amtsinhaberin Ursula Gimmler (CDU) und den Sieg über den offiziellen SPD-Mann Dirk Siebert 2005. Selbstbewusst startet der Mitarbeiter des staatlichen Schulamtes in Kassel in die Wahl am 27. März. „Meine Stärke ist, Visionen und Ideen zu haben.“

Eine Idee Schaumburgs ist, als möglicher Bürgermeister die Gemeindeentwicklung zu begleiten. „Das ist das beherrschende Thema“, sagt er. Die Ortskerne – „nicht ganz so schlimm in Elgershausen“ – bluteten aus, nur die älteren Menschen blieben zurück. Schaumburg: „Das ist ein ganz massives Problem.“

Gemeinsam mit Fachleuten, beispielsweise von der Uni Kassel, sowie mit allen politischen Gremien, Vereinen und den Bürgern will Schaumburg dem entgegenwirken. Die Frage sei, wie man Schauenburg als Wohnstandort etablieren könne.

Auch mit dem Aufbau der Verwaltung im Schauenburger Rathaus will sich der 53-Jährige nach dem möglichen Wahlsieg befassen. „Ich stelle mir vor, dass die Verwaltung als Team auftritt“, sagt er. Nur mit motivierten Mitarbeitern lasse sich etwas bewegen. Diese Überlegung solle auf keinen Fall Kritik an der aktuellen Verwaltung sein, die er ja bisher kaum kenne.

Die Querelen um die Wahl 2005 hat Gerhard Schaumburg inzwischen hinter sich gelassen. „Das ist gar kein Thema mehr“, sagt der Elgershäuser. Um von den mit seinem Namen eng verbundenen Ereignissen von damals wegzukommen, habe die Offensive vor einiger Zeit auch den Zusatznamen „Schaumburg“ abgelegt. „Ich verstehe mich als Teamspieler“, sagt der 53-Jährige. Und: Die Offensive engagiere sich inzwischen auch über ihren Ursprungsort Elgershausen hinaus. 25 der 75 Mitglieder kämen aus den anderen Orten.

Sport und Rockmusik

Fußball, Tennis und Marathonlauf – Sportarten, in denen sich Schaumburg schon getummelt hat. „Ich bin an allen sportlichen Dingen interessiert“, sagt der Verwaltungsbeamte. Viel zu selten komme er aber derzeit dazu. Gerhard Schaumburg ist zudem musikalisch interessiert. Mit der Gitarre spiele er Rock und Pop – „nicht in einer Band, ganz privat, nur für mich“. Und dann kommt der Kandidat wieder auf den Wahlkampf zu sprechen. Mit so einer Mannschaft zu arbeiten, „das macht mich richtig stolz“.

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Von Sven Kühling

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