Bessere Hinweise für Radler: 760 Kilometer neu ausgeschildert

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Klare Infos: Insgesamt 460 Kilometer Radwege sind im Altkreis Kassel nach einem einheitlichen bundesweiten System beschildert. Hier an der Kreuzung der B  3 / Abzweig Landesstraße Richtung Holzhausen in Simmershausen stehen die Mitglieder des Leitungsteams Radforum Nordhessen Rudi Roy (Landkreis / von links), Gerhard Späth (Stadt Kassel), Andreas Güttler, Geschäftsführer Zweckvernband Raum Kassel (ZRK) und Michael Heß (ZRK).

Fuldatal. Ein Etappenziel ist erreicht. Ohne entsprechende Karten im Gepäck können Radfahrer in Stadt und Altkreis Kassel jetzt bei ihren Touren problemlos von A nach B kommen. Denn im Oberzentrum und den Gemarkungen von zwölf Kreiskommunen stehen Schilder, die ihnen den Weg weisen.

Damit ist ein Projekt des Radforums Region Kassel abgeschlossen. In diesem kooperieren die Stadt Kassel, der Landkreis sowie der Zweckverband Raum Kassel (ZRK). Ausgeschildert wurde eine Strecke von 760 Kilometern, sagt ZRK-Geschäftsführer Andreas Güttler. Davon entfallen auf Kassel 300 Kilometer und auf den Altkreis 460 Kilometer. Die Kosten belaufen sich auf 190.000 Euro. 65 Prozent werden vom Land Hessen finanziert, den Rest übernehmen die jeweiligen Kommunen.

Die Stadt Kassel hatte vorgelegt. Der Landkreis zog ab Februar 2011 nach. Ahnatal war die erste Kommune im Kreisgebiet, die mit den hellen Tafeln und grüner Schrift Radfahrer über nähere und fernere Ziele mit Kilometerangaben sowie mittels Piktogrammen über weiteres Wissenswertes informierte. Inzwischen ist das bundeseinheitlich gestaltete Hinweis-System flächendeckend errichtet, wie Rudi Roy, Radverkehrsbeauftragter des Landkreises, bestätigt.

Ausnahme Espenau

Mit einer Ausnahme: der Gemeinde Espenau. Die soll im Verbund mit dem Altkreis Hofgeismar ausgestattet werden, sagt Güttler. Dort und im Altkreis Wolfhagen ist die Entscheidung für die neue Beschilderung allerdings noch nicht gefallen. Denn alle Kommunen, die auch finanziell beteiligt werden, müssen entsprechende Beschlüsse fassen. „Wir hoffen, dass wir auch den restlichen Landkreis bald neu beschildern können, um kreisweit ein einheitliches System zu haben“, sagt Roy. „Das wäre ein wichtiger Schritt zur Entwicklung der Region“ , ergänzt Güttler. Und das nicht nur beim Radtourismus.

In der Stadt Kassel hatte ein Fachbüro Planung, Förderanträge und Ausschreibungen übernommen. Anders im Altkreis, dort war die Gemeinde Lohfelden federführend, übernahm mit Thomas Ackermann ein Mitarbeiter des Bauamtes die Aufgaben.

Noch nutzten in Kassel und dem sogenannten Speckgürtel vergleichsweise wenige Menschen das Rad als Fortbewegungsmittel. Macht im Bundesdurchschnitt sein Anteil am Gesamtverkehr zehn Prozent aus, liegt der Wert im Zweckverband lediglich bei sechs Prozent.

„Unser Ziel ist es, diesen Anteil zu erhöhen und mit einer einheitlichen Beschilderung mehr Menschen auf das umweltfreundliche Verkehrsmittel Fahrrad zu locken“, betont Güttler. Aus den beteiligten Kommunen gebe es „durchweg positive Rückmeldungen“, hat Rudi Roy schon festgestellt.

Von Michael Schräer

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