Gemeinde Fuldatal investiert in den Fuhrpark

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Freude über neues Fahrzeug: Am neuen Unimog, der universell eingesetzt werden kann, Kfz-Meister Volker Ludloff (von links), Fahrer Matthias Glöckl und Vorarbeiter Volker Schibbe.

Fuldatal. Bürgermeister Karsten Schreiber (CDU) ist sich sicher: „90 Prozent der Fuldataler meinen, der Bauhof könnte besser arbeiten.“

Dass es in diesem Bereich der kommunalen Dienstleistung noch Luft nach oben gebe, liege nicht an den „motivierten und qualifizierten Mitarbeitern“, betont der Bürgermeister. Optimiert werden müssen aber Arbeitsstruktur und vorhandene Technik. Denn der Fuhrpark sei „stark veraltet und dringend erneuerungsbedürftig“.

In einem ersten Schritt wurde ein Unimog angeschafft, der den über 20 Jahre alten Vorgänger ersetzt. Ein Hightech-Gerät sei das neue Allradfahrzeug bezogen auf die vielen möglichen Zusatzfunktionen, sagt Fahrer Matthias Glöckl. „Und dabei noch ein Schnäppchen.“

Denn bei der Beschaffung ging die Gemeinde einen neuen Weg. Über Monate wurde der Markt beobachtet und dann schnell zugeschlagen, sagt Schreiber. Zwischen Angebot, Beschluss des Gemeindevorstandes und Bestellung vergingen nur wenige Stunden.

Für den Einsatz auf Friedhöfen

Jetzt besitzt der Bauhof ein „richtiges Arbeitstier“, einen „universellen Geräteträger“, wie Vorarbeiter Volker Schibbe betont. An seine Frontplatte kann ein Schneeschieber montiert werden, er besitzt unter anderem einen Nebenantrieb für einen Schredder oder eine Mähwerk. Und er schone die Umwelt mit der neuesten Motortechnologie. An den Unimog sei „alles angebaut, was geht“, sagt der Bürgermeister. Und dies alles für einen monatlichen Betrag von 1190 Euro. Denn es handelt sich um ein Vorführfahrzeug, das über eine Laufzeit von sieben Jahren geleast wurde.

Künftig werde die Gemeinde alle Arbeitsfahrzeuge auf Zeit mieten, sagt Schreiber. Und lediglich die Anbauteile, die einen geringeren Verschleiß haben, kaufen. So auch ein spezielles Kompaktfahrzeug, das bereits bestellt sei und für den Einsatz auf Friedhöfen und in schmalen Straßen von Wahnhausen und Knickhagen benötigt werde. Wieder ein Vorführfahrzeug mit geringer Laufleistung und einem entscheidenden Vorteil zu dem bisher eingesetzten Multicar.

„Mit ihm stellen wir um auf ein Abroll-Container-System“, sagt der Bürgermeister. Aufbauten lassen sich also schnell wechseln. Mit deutlichem Vorteil für die Arbeitsorganisation.

Zwei Beispiele: So werde eine Ladefläche mit Wassertank und Schlauchrolle von der Feuerwehr zum Bewässern von Pflanzen auf dem Bauhof bereitstehen und nicht erst neu montiert werden wie bisher. Oder Container werden auf Friedhöfen deponiert für den Grünabfall. Heute sorgten drei Mitarbeiter für den Abtransport mit Lkw, Hänger und Bagger. Schreiber: „Dann reichen ein Fahrzeug und ein Fahrer.“

Preisnachlass und viel Ausstattung

Indem die Gemeinde Fuldatal für ihren Bauhof Vorführfahrzeuge anschafft, kommt man in den Genuss von zwei Vorteilen: eine bessere Ausstattung bei gleichzeitig günstigerem Preis.

So beträgt der Listenpreis für den neuen Unimog 140.000 Euro, die Gemeinde zahlt 1190 Euro Leasing über 84 Monate. Beim Kompaktfahrzeug ist das Verhältnis 94.000 Euro Listenpreis zu 1085 Euro monatlicher Leasingrate über sieben Jahre.

Bei der Ausstattung der Fahrzeuge, die beide nur geringe Betriebsstunden aufweisen, wollen die Hersteller ihre gesamte Leistungspalette zeigen. Dies betrifft nicht nur Hydraulikaggregate für Zusatzgeräte, sondern beim Unimog auch Annehmlichkeiten wie Klimaanlage, Sitzheizung und beheizte Außenspiegel. (mic)

Von Michael Schräer

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