Senioren-Union diskutierte in Baunatal über die Schwächen des Gesundheitswesens und geplante Reform

Bessere Versorgung mit weniger Geld

Wolfgang

Baunatal. Das Gesundheitswesen verschlingt immer mehr Geld. Gleichzeitig sinken wegen der älter werdenden Bevölkerung die Einnahmen. Dennoch meint Wolfgang Zöller, Vize-Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion, dass 2011 ein gutes Jahr für die Patienten werden könne. Ziel der christlich-liberalen Koalition sei eine bessere, maßgeschneiderte Versorgung.

Der CSU-Gesundheitsexperte, der auch stellvertretender Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Gesundheit und Soziale Sicherung sowie Patientenbeauftragter der Bundesregierung ist, diskutierte gestern mit rund 60 Mitgliedern der Senioren-Union aus der Region im Baunataler Hotel Scirocco. Die Reform im Gesundheitswesen brenne den CDU-Senioren in Kurhessen-Waldeck „unter den Nägeln“, sagte Helmut Engemann, Vorsitzender in Kassel-Land, bei der Regionalkonferenz mit vier Kreisvereinigungen. Da gebe es einen hohen Aufklärungsbedarf.

In der Diskussion wurden die Ängste vieler vor einem Ärztemangel auf dem flachen Land und vor immer mehr Leistungseinschnitten deutlich. Laut Zöller arbeitet die Koalition schon an einer Verbesserung der Strukturen. Nächste Woche verhandele man mit Gesundheitsminister Rösler (FDP) über die Bildung von regionalen Versorgungsausschüssen. Die sollen für eine bessere Verteilung der Ärzte im Land sorgen und die Konzentration auf Ballungszentren verhindern. Außerdem sollen Patientenvertreter mehr Mitspracherecht über die von den Kassen zu erstattenden Leistungen erhalten.

Zöller forderte daneben, die Gesundheitsvorsorgeleistungen der Kassen zu verbessern und die Verfahren für Rehabilitationen zu beschleunigen. Mutter-Kind-Kuren würden noch nicht in dem Maß genehmigt, wie sich das der Gesetzgeber vorstelle. (pdi) Fotos: Dilling

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