Betonstufen in der Bauna sollen verschwinden

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Trügerische Idylle: Der gerade Verlauf der Bauna führte in früheren Jahren nach Starkregen zu Problemen. Jetzt soll das Bachbett teilweise aufgeweitet werden. Die Betonschwellen – wie hier nahe der Langenbergstraße – werden abgerissen.

Baunatal/Schauenburg. Die Stadt Baunatal will den Verlauf der Bauna weiter renaturieren. Dazu sollen unter anderem Betonstufen abgebrochen und Teile des eingefassten Bachbettes aufgeweitet werden. Dazu gibt es Unterstützung vom Land Hessen.

Deshalb hat Staatssekretär Mark Weinmeister am Freitag einen Förderbescheid des Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz übergeben.

In den 60er- und 70er-Jahren wurde der verschlungene Lauf der Bauna an vielen Stellen begradigt. An einigen Punkten wurde der Bach sogar in ein enges Betonkorsett gezwängt, damit das Wasser schneller abfließt. Diese Entscheidung der Kommunalpolitiker hatte teilweise schlimme Folgen bei Starkregen, weil Treibgut schnell Abflüsse zusetzte.

Kurzclip:
Die Bauna fließt bei Altenbauna

Schritt für Schritt wollen die Stadt Baunatal und die Gemeinde Schauenburg nun dem Gewässer wieder mehr Raum geben. Drei Betonabstürze in Hoof und Altenbauna sollen demnächst verschwinden. Die Sockel, die eine Höhe von 60 bis 70 Zentimeter haben, entstanden in den 60er-Jahren. Sie sollen durch einen stufenartigen Aufbau aus Natursteinen ersetzt werden – so genannte Raue Rampen.

Das habe den Vorteil, dass künftig wieder Fische aufwärts der Bauna schwimmen können, erklärte Umwelt-Staatssekretär Mark Weinmeister (CDU) am Freitag in Baunatal. Das Land Hesen übernimmt nämlich 80 Prozent der Kosten von insgesamt 26 000 Euro.

Die Betonabstürze seien für Fische und andere Tiere unüberwindbar gewesen, sagte Weinmeister. „Die Laichplätze liegen meist am oberen Ende der Gewässer.“ Die Betonsperren, die jetzt weichen, befinden sich parallel zur Eichhofstraße in Hoof sowie in Höhe vom Schwimmbad Aqua-Park und unweit der Langenbergstraße in Altenbauna.

Von Sven Kühling

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