Erster Abschnitt bei Lohfelden fertig – Bund investierte vier Millionen Euro in Schutzmaßnahme

Betonwand hält A 7-Lärm fern

Gewaltige Wand: Bis zu zwölf Meter hoch über der Straße erhebt sich die neue Lärmschutzwand an der A 7 bei Lohfelden. Die grauen Betonelemente wurden zurückhaltend gestaltet. Sie zeigen eine Welle, die die Hügel von Söhre und Kaufunger Wald versinnbildlicht. Im Mittelteil ist die Skyline von Kassel zu sehen (kleines Foto), hier der Herkules und die Martinskirche. Fotos: Schindler

Lohfelden. Das erste Teilstück der neuen Lärmschutzwand an der A 7 bei Lohfelden ist fertig. Sie ist mit bis zu zwölf Metern fast doppelt so hoch wie die frühere Schutzanlage, die größtenteils abgebaut wurde.

Entsprechend verbessert sein soll der Schutz für die Anwohner in Lohfelden, die an Nordhessens meistbefahrener Straße leben. 80.000 Fahrzeuge sind hier tagtäglich auf sechs Spuren unterwegs. Nach dem geplanten Ausbau der A 7 auf acht Spuren werden es laut Prognose 106.000 Autos pro Tag sein.

Vier Millionen Euro hat der Bund in die etwa 400 Meter lange Lärmschutzwand gesteckt. Sie ruht auf Betonelementen einer Raumgitterwand, die mit Erde gefüllt sind und noch begrünt werden.

Die Betonelemente fügen sich in das Gestaltungskonzept der A 44 ein, die in einigen Jahren von Kassel nach Eisenach führen soll. Das Konzept sei im Jahr 2005 von einem Ingenieurbüro ausgearbeitet worden, sagt Horst Sinemus, Sprecher der Straßenbehörde Hessen Mobil.

Regionale Bezüge

Die Betonwände bei Lohfelden wurden so gestaltet, dass regionale Bezüge sichtbar werden. Eine Welle soll die Hügel und Berge der Söhre und des Kaufunger Waldes versinnbildlichen.

Im Mittelstück ist die Skyline von Kassel zu sehen. In schwarz-roten Elementen sind die Silhouetten von Herkules, Martinskirche, Druselturm, Fridericianum und Schloss Wilhelmshöhe zu sehen. Die Gestaltung ist zurückhaltend ausgeführt, denn „die Verkehrsteilnehmer sollen nicht abgelenkt werden“, sagt Sinemus. Die Kosten für die Gestaltung seien „zu vernachlässigen“, sie liegen unter einem Prozent der Investitionskosten, also bei unter 40.000 Euro. Die Baustelle an der A 7 wandert jetzt weiter in Richtung Norden. In diesem zweiten Bauabschnitt wird der Bereich bis zur Brücke Waldauer Weg mit einer modernen Schutzwand ausgestattet. Die Kosten dafür liegen laut Hessen Mobil bei sechs Millionen Euro. Die Arbeiten in diesem mehrere Hundert Meter langen Bereich werden sich laut Sinemus bis Herbst 2013 hinziehen.

Die Verkehrsführung in diesem zweiten Bauabschnitt wurde bereits geändert, die drei A 7-Fahrspuren wurden an der Baustelle verengt.

Bis der verbesserte Lärmschutz an der A 7 im Kasseler Becken vollendet ist, werden noch Jahre vergehen. In weiteren Bauabschnitten wird zunächst die Ostseite der Autobahn mit Betonwänden bestückt, anschließend wird auf der Westseite der Schutz für die Kasseler Anwohner erneuert.

Insgesamt wird der Lärmschutz auf einer Länge von drei Kilometern zwischen Kassel-Mitte und Kassel-Ost verbessert. Die Kosten dafür liegen bei 40,5 Millionen Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.