Geld von Agentur für Arbeit

Betrieb des SVG-Autohofs Lohfelden läuft trotz Insolvenzverfahren weiter

Essen, tanken, spielen: Ein mehr als 30 Meter hoher Pylon wirbt für den SVG-Autohof Lohfeldener Rüssel an der A 7. Foto: Schindler

Lohfelden. Als im Oktober 2009 der SVG-Autohof Lohfeldener Rüssel eingeweiht wurde, waren die Hoffnungen groß. Es sei einer der modernsten und größten Autohöfe in Europa, so verkündete die Verkehrsgenossenschaft SVG damals stolz. Doch nun sind dunkle Wolken über dem Rüssel aufgezogen.

Die Betreiberfirma HTS des Tankstellen- und Restaurant-Pächters Hans-Jürgen Höper musste Insolvenz anmelden. 38 Mitarbeiter sind in Lohfelden betroffen. Nicht nur sie fragen sich, ob und wie es nun weitergeht.

Für Martin Staudt, geschäftsführender Vorstand der SVG Hessen mit Sitz in Frankfurt, ist das „Ob“ keine Frage. „Es geht weiter, ganz klar“, sagt er. „Wir werden den Standort auf jeden Fall aufrechterhalten.“

Die SVG ist Eigentümerin der Anlage mit 170 Lkw-Parkplätzen, Tankstellen für Pkw und Lkw, Restaurant, einer Lkw-Waschanlage, einem Spiel- und Entertainment-Center sowie einem McDonald’s-Schnellrestaurant.

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Man werde das Insolvenzverfahren konstruktiv begleiten, sagte Staudt. Mit der Zahlungsunfähigkeit des Pächters habe man nicht gerechnet, auch wenn man die finanziellen Probleme bereits mitbekommen hatte. Der Insolvenzverwalter – die Kanzlei Dr. Christian Willmer (Hannover) – müsse nun prüfen, inwieweit eine Sanierung der Betreiberfirma HTS möglich sei. Dabei sei hilfreich, dass die 38 Mitarbeiter nun bis Ende Februar Insolvenzgeld von der Agentur für Arbeit erhalten.

Der Insolvenzverwalter wollte die Mitarbeiter am Freitag informieren. In der Öffentlichkeit äußerte er sich nicht zu dem Verfahren. Auch Hans-Jürgen Höper war am Freitag telefonisch nicht zu erreichen.

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