Rentnerin fiel auf Schockanrufer herein

Betrüger erbeuten 4000 Euro

Helsa. Ein Schockanruf hat eine 75 Jahre alte Rentnerin in Helsa-Eschenstruth am Montag derart in Angst und Schrecken versetzt, dass sie einem Unbekannten 4000 Euro an ihrer Haustür übergab. Das Geld ist weg, die Täter sind noch unbekannt.

Wie die Polizei mitteilte, erhielt die 75-Jährige am Montag um 8.30 Uhr einen Anruf. Ein Russisch sprechender Mann gab sich ihr gegenüber als Anwalt ihres Sohnes aus. Nach den Schilderungen des Anrufers soll ihr Sohn ein Kind angefahren haben, das nur mit einer Notoperation gerettet werden könne. Die Operationskosten sollten sich dabei auf 4000 Euro belaufen, die ihr Sohn, in dessen Auftrag der angebliche Anwalt anrufen würde, sofort benötige. Der falsche Rechtsanwalt kündigte einen Abholer an, der gleich vorbeikomme, um das Geld in Empfang zu nehmen.

Wenige Minuten später klingelte es an der Haustür und ein Englisch sprechender Mann reichte ihr einen Zettel, auf dem in Russisch stand, dass er der Geldabholer sei. In der Annahme, ihrem Sohn zu helfen, übergab die 75-Jährige dem Mann 4000 Euro. Die Polizei bittet Zeugen um Hinweise (Tel. 0561/9100). Der Abholer wird so beschrieben: 30 Jahre alt, blonde kurze Haare, hellgraue oder hellblaue Augen, er trug eine blaue Jeanshose und eine schwarze Lederjacke.

Am Montagnachmittag gab es in Melsungen, Gensungen und Altenbrunslar (Schwalm-Eder-Kreis) vier weitere Schockanrufe, die mit dem Fall in Zusammenhang stehen könnten. (hog)

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