Bevölkerung im Kreis schrumpft – Lohfelden legt um 158 Einwohner zu

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Dank Zuzugs im Plus: Das Baugebiet am Lindenberg sorgt dafür, dass die Gemeinde Lohfelden unter den wenigen wachsenden Kommunen im Landkreis Kassel den Spitzenwert erreicht. Innerhalb eines Jahres stieg die Zahl der Einwohner um 158.

Kreis kassel. Die Bevölkerungszahl im Landkreis Kassel ist auch im vergangenen Jahr erwartungsgemäß weiter gesunken. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Wiesbaden lebten Ende 2011 zwischen Bad Karlshafen und Baunatal 236 407 Menschen, das waren 579 weniger als Ende 2010.

Allerdings fiel der Rückgang geringer aus als in den zwölf Monaten davor: Zwischen 2009 und 2010 hatte der Landkreis 978 Bewohner eingebüßt.

Wie bereits in den Vorjahren ist die Entwicklung in Hessens nördlichstem Kreis alles andere als einheitlich: Am stärksten unter dem Bevölkerungsschwund leidet erneut der Altkreis Hofgeismar, der 420 Einwohner verlor. Am stärksten trifft es dort die Stadt Hofgeismar (15.554 Einwohner), die 101 Bewohner einbüßte. Anteilig noch viel schlechter sieht es in Liebenau aus. Die Einwohnerzahl der Stadt sank binnen Jahresfrist um 90 auf 3247. In Calden (7340) registrierte man 81 Einwohner weniger.

Als einzige Kommune im Altkreis Hofgeismar vermeldet Wahlsburg (2270) einen positiven Saldo: Dort lebten Ende 2011 27 Menschen mehr als im Jahr zuvor. Überhaupt schafften nur noch sechs Kommunen ein Plus: Drei davon stammen aus dem Altkreis Kassel, der als einziger der drei Kreisteile mehr Einwohner hat als im Jahr zuvor (plus 14). Die Hitliste der Wachstumskommunen führt Lohfelden an. Die Nachbargemeinde von Kassel wuchs um 158 auf 13.907 Einwohner. Zurückzuführen ist dies maßgeblich auf das neue Baugebiet am Lindenberg. Nach Einschätzung von Bürgermeister Michael Reuter (SPD) ist die positive Entwicklung Lohfeldens eng mit der positiven Entwicklung der Region verbunden. Die Gemeinde profitiere von der Tatsache, dass Kassel die dynamischste Stadt Deutschlands sei, sagte er gegenüber der HNA. Nach der Ausschöpfung der neuen Baugebiete werde es darum gehen, die Entwicklung und Verdichtung der Ortskerne voranzutreiben.

Zu den Gewinnern zählt auch Baunatal. In der größten Kommune des Landkreises lebten Ende 2011 27.723 Menschen, 71 mehr als Ende 2010. Auch Niestetal (10.553) liegt mit 22 Einwohnern im Plus. Die zweitgrößte Kommune Vellmar stagnierte dagegen: 18 162 Menschen leben dort (minus eins). Ansonsten finden sich die Kommunen in dem sogenannten Speckgürtel um Kassel mehr oder weniger auf der Verliererstraße wieder: Kaufungen (12.534) verlor 60 Einwohner, Hessens kleinste eigenständige Kommune Nieste (1784) verlor 24 Bewohner, in Fuldatal (11.853) waren es 21.

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