Polizei nahm vier Personen vorläufig fest

Bewaffneter Überfall war vorgetäuscht

Fuldatal. Ein bewaffneter Überfall auf eine Spielothek in Ihringshausen entpuppte sich als vorgetäuscht. Die beteiligten Personen hatten laut Kasseler Polizei einen privaten Videofilm drehen wollen.

Ein 19-jähriger Zeuge aus Fuldatal meldete am Sonntag gegen 17.50 Uhr einen Überfall auf eine Spielothek in Ihringshausen. Der 19-Jährige war auf dem Gehweg der Veckerhagener Straße in Richtung Ortsmitte unterwegs. Ihm fielen zwei Männer auf, die aus der Spielothek herauskamen und kurz darauf mit Sturmmasken bekleidet und mit Sturmgewehr sowie einer Schrotflinte bewaffnet wieder hineingingen.

Polizeibeamter mehrere Einsatzfahrzeuge versuchten am mutmaßlichen Tatort die Umstände zu ermitteln. Draußen fielen Kollegen zwei männliche Personen auf, die die Spielothek verließen. Diese und zwei weitere Männer, die den beiden folgten, wurden vorläufig festgenommen.

Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Beamten ein „Sturmgewehr“, eine „Pump-Gun“ und zwei Sturmmasken. Bei den Waffen handelte es sich um Plastik-Anscheinswaffen ohne Munition.

Schließlich sagte ein weiterer Zeuge, dass es keinen Überfall gegeben habe. Die zwei 20 und 33 Jahre alten Männer hätten ein privates Video drehen wollen. Es sei auch niemand verletzt worden. Diese Angaben bestätigte später die Besitzerin der Spielothek.

Die Anscheinswaffen wurden sichergestellt und die Festgenommenen nach Feststellung der Personalien entlassen.

Anscheinswaffen dürfen nicht in der Öffentlichkeit geführt werden. Dass dieser Fall so glimpflich ausging, sei der Besonnenheit der eingesetzten Beamten zu verdanken, heißt es seitens der Polizei. Gegen die Verantwortlichen wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. (mic)

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