Grundschule Niederkaufungen setzt Projekt mit Hilfe von Spendengeld um

Bewegung in der Pause

Jetzt geht es in den Pausen rund: (vordere Reihe von links) Lukas (9), Jasmin (9), Alessia (9), Emir (10), (hintere Rehe von links) Lena (9) und Agron (9), die die Klasse 4a der Grundschule in Niederkaufungen besuchen, freuen sich mit der stellvertretenden Schulleiterin Anna-Lena Weißkopf über ihre neuen Spielzeuge. Foto: Helga Kothe

Kaufungen. Mit hoher Geschwindigkeit düst Lukas über den Schulhof. „Racer sind echt cool“, sagt der Neunjährige. Gemeinsam mit seinen Klassenkameraden der 4a der Grundschule Niederkaufungen testet er ein neues Spielgerät. Jasmin versucht den Crosser geschickt um die Kurve zu lenken. „Das ist mit den großen Rädern gar nicht so einfach“, sagt sie. Doch die Neunjährige hat einen Riesenspaß dabei.

70 neue Spielgeräte

Gefördert durch die auch von der HNA unterstützte Aktion „Kinder für Nordhessen“ konnte die Grundschule Niederkaufungen 70 neue Spielgeräte für die Pausengestaltung anschaffen. Seit dem Sommer heißt es dort nun in jeder großen Pause: Bewegte Pause. Denn das ist das Motto, unter dem die Spielgeräte angeschafft wurden. Springseile, Gummitwists, Hulla-Hoop-Reifen, Drehschreiben, Crosser, Pedalos, Racer und Roller – alles aus hochwertigen Materialien, die Langlebigkeit garantieren.

„Damit ermöglichen wir unseren Schülern in der Pause ein vielseitiges Bewegungsangebot“, sagt Anna-Lena Weißkopf, die stellvertretende Schulleiterin. „Die Kinder können sich damit besser austoben und entspannen, Konfliktpotenzial kann reduziert werden.“

„Besonders beliebt sind die Racer“, hat Weißkopf beobachtet. „Die Jungs spielen damit gerne Polizei.“ Die Geräte befriedigen jedoch nicht nur den Spieltrieb, sie fordern und fördern auch viele motorische Grundfähigkeiten wie Ausdauer, Beweglichkeit, Gleichgewichtssinn und Koordination.

Lange Zeit hat man im Kollegium darüber nachgedacht, wie man den recht kleinen Schulhof, auf dem sich täglich 220 Schüler aufhalten, attraktiver gestalten könnte. „In vielen Gesprächen entwickelten wir die Idee, Spielgeräte anzuschaffen, die Schüler ausleihen können“, sagt sie. Gesagt, getan. Seit diesem Schuljahr ist die Pausenspiel-Ausleihe eröffnet. Die Schüler der dritten Klasse kümmern sich darum, dass die Geräte herausgegeben, zurückgenommen und wieder an ihren Platz gelegt werden.

Alle Schüler besitzen eine Ausleihkarte. „Jeden Tag ist ein anderer Jahrgang an der Reihe, sich etwas holen zu dürfen“, sagt Weißkopf. Die Ausleihkarte trage dafür sorge, dass jedes Kind darauf achtet, die Spielgeräte ohne Schäden zurückzugeben. „Wird das Gerät nicht zurückgebracht, gibt es auch die Karte nicht zurück“, erklärt Weißkopf.

„Wir wollen mit dem Ausleihsystem das Verantwortungsbewusstsein und die Selbstständigkeit der Kinder fördern. Bisher gehen sie sehr gewissenhaft damit um“, sagt Weißkopf.

Doch nicht nur für die Ausleihe gibt es Regeln, auch für den Umgang mit den Spielgeräten. Zum Beispiel, dass man nicht auf andere mit den Fahrzeugen auffährt. Eine Einführung dazu gab es in jeder Schulklasse. „Es ist toll, wie reibungslos alles funktioniert. Die Kinder achten sehr gut aufeinander“, sagt Weißkopf.

HINTERGRUND

Von Helga Kristina Kothe

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