Tag der offenen Tür im Sozialzentrum Espenau

Besichtigung: Viele Besucher nutzten die Chance, sich am Tag der offenen Tür im neuen Sozialzentrum für Senioren in Espenaus Neuer Mitte umzuschauen. 2 Fotos: Dilling

Espenau. Es ist ein schöner Morgen, die Sonne lacht, der große Teich glänzt, die ockerfarbenen Fassaden des neuen Sozialzentrums in Espenaus Neuer Mitte leuchten, ein Hauch von Toskana weht, und Gertrud (86) und Anton (84) Spill strahlen.

Das Ehepaar beobachtet, wie zum Tag der offenen Tür immer mehr Besucher auf das Gelände der Seniorenwohnanlage strömen. „Besser könnte es nicht sein“, sagt Anton Spill.

Wie viele der ersten Bewohner des Sozialzentrums sind die Spills des Lobes voll über die Anlage. „Wir haben uns schon zwei Jahre vorher angemeldet“, sagt das rüstige Ehepaar. Ihre Erwartungen hätten sich erfüllt. Gertrud schwärmt von der „schönen, modernen Küche“ in der neuen Wohnung. Zum Haus ihrer Tochter in Mönchehof haben es die Spills nicht weit. Sie gehen zu Fuß.

Für Heinz Dieter Rachuy (91) ist es ein besonderer Tag. Seine unter Demenz leidende Ehefrau feiert 92. Geburtstag. Der Tisch im gemütlichen Wohnzimmer der Wohngemeinschaft ist mit Rosen geschmückt, viele Verwandte sind gekommen. Rachuy, der in einer eigenen Wohnung im Sozialzentrum wohnt, muss nur ein paar Meter laufen, um seine Frau zu sehen. Regelmäßig isst er mit ihr zu Mittag. „Vorher war sie in zwei anderen Heimen, das hat uns nicht so gefallen“, sagt der gelernte Architekt. Nun ist er zufrieden.

Heinz-Dieter Olbrich, Geschäftsführer der Werk-Hilfe Calden, der die Seniorenwohnanlage in der Neuen Mitte betreibt, führt die Besucher herum. 29 Plätze seien belegt, zwölf Plätze in der Wohngemeinschaft sind noch frei. Das Konzept der Betreuung habe sich schon bewährt, sagt er. Dazu gehört, dass die Bewohner über alles mitbestimmen, den Pflegedienst haben sie selbst ausgesucht. „Alle kommen miteinander klar“, sagt Rudi Scheele (84).

Die Cafeteria am Teich der Anlage wird die Plattform für Kontakte zwischen den Senioren und den übrigen Espenauern sein. Dort kann man sich unterhalten, Freunde treffen. Viele Vereine engagieren sich bereits, beim Tag der offenen Tür feiert der benachbarte Kindergarten mit. Olbrich hat schon einen Platz für eine Boule-Bahn neben dem Teich ausgeguckt. „Da lasse ich einen Wanderpokal ausspielen“, sagt er.

Von Peter Dilling

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