VW-Ideen: Baunatal bisher nicht beteiligt

„Billigauto noch kein Thema“

Baunatal. Im VW-Konzern ist die Entwicklung einer Billigmarke im Gespräch. Möglicherweise wird bis zum Jahr 2015 ein solches Marktsegment für Autos zwischen 6000 und 8000 Euro geschaffen. „Bei VW in Baunatal ist das bisher kein Thema“, sagt Pressesprecher Rudi Stassek auf Anfrage. Mehr könne er zu den Plänen nicht sagen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Nordhessen Teile für Billigautos von Volkswagen beisteuern, gilt derzeit eher als gering. Wenn beispielsweise ein Billigauto in Indien oder China gebaut wird, dann werden die Teile-Lieferanten vermutlich eher im nahen Umfeld dieser Produktionsstätten angesiedelt. Der Transport der Teile beispielsweise vom Werk Baunatal in diese Länder würde nämlich einen Preisvorteil bei den Produktionskosten wieder auffressen.

In Deutschland liegen die Produktionskosten von Volkswagen derzeit bei knapp 60 Euro pro Stunde, in Indien sind es lediglich 1,30 Euro.

Formgehärtete Bauteile

Auch wenn keine Teile aus Baunatal in die Modelle einer Billigmarke kommen, so wäre es doch wahrscheinlich, dass Knowhow von dort benötigt wird. Schließlich sind die Baunataler führend zum Beispiel bei der Entwicklung formgehärteter Bauteile sowie der in vielen Modellen künftig verwendeten Plattform „Modularer Querbaukasten“ MQB. (sok)

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