Andreas Mock geht zum zweiten Mal für die CDU ins Rennen um den Baunataler Bürgermeisterstuhl

Im Biodorf ist für ihn Musik drin

Will auch in der Kommunalpolitik den Ton angeben: Andreas Mock am Klavier, das im Reihenhaus der Familie in Altenbauna steht. Foto: Jünemann

Baunatal. Ein Bioenergiedorf Guntershausen bleibt bei Andreas Mock auf der Tagesordnung. Trotz des Neins des Stadtparlaments will der Bürgermeisterkandidat der Baunataler CDU daran festhalten. „Ein Referenzprojekt“, so sagt er, für das er Geld in die Hand nehmen würde. Ziel sei, vom Sägewerk Sinning klimafreundlich Nahwärme in die Wohnhäuser zu bringen, so ähnlich wie in Körle.

Rechtsanwalt Mock (38) unternimmt den zweiten Versuch, den Chefstuhl im Baunataler Rathaus zu erobern. 2005 war er Manfred Schaub (SPD) mit 27,5 zu 72,5 Prozent der Stimmen unterlegen. Doch diesmal sehen Mock und seine Mitstreiter mehr Potenzial.

Die DSL-Versorgung ist zum Beispiel ein Anliegen des Juristen, der gern gemeinsam mit Nachwuchskräften seiner Partei auftritt. „Ein Thema für ganz Baunatal“, sagt er, nicht nur in Guntershausen und Hertingshausen. Wolle man mehr Firmen in die Stadt holen und Teleheimarbeit fördern, so werde schnelles Internet benötigt. In der Innenstadt sieht Mock „die Hauptaufgabe noch nicht erledigt“. Attraktiveres Herkules, neues Rewe – das seien erste Schritte, aber der Branchenmix in der City lasse weiter Wünsche offen. Zu den Ladengalerien, von denen es nicht mehr als Ankündigungen gibt, sagt der CDU-Kandidat: „Das muss nun langsam geklärt werden.“ Prinzipiell wolle man dieses Angebot.

Der Aqua-Park sei zwar erfolgreich modernisiert worden, doch energetisch wäre mehr drin. Mock kritisiert sinkende Besucherzahlen. Als Gegenmittel werde es mit ihm flexiblere Öffnungszeiten mit längerem Badespaß am Abend und anderen Preisen geben: Zum Beispiel eine günstige Zweistundenkarte. Jetzt kosten drei Stunden 4,20 Euro, für junge Leute 3 Euro.

Bei der Frage der Zukunft des Stromnetzes sieht Mock die Gefahr, „dass wir uns übernehmen“, sollten sich Baunatal und andere Kommunen mit 51 Prozent an einem Versorgungswerk mit Eon Mitte beteiligen. Der Unionspolitiker plädiert für ein Konzessionsmodell mit kurzer Laufzeit von nur fünf Jahren, auch hier mit Eon als Partner. Konzessionsvertrag heißt, dass der Energieversorger das Wegerecht für Leitungen bezahlt.

Gut findet Mock, der mit seiner Familie seit Kurzem in Altenbauna lebt, den gebührenfreien Kindergarten. Das trage zum attraktiven Standort Baunatal bei. Ob auch Kinder unter drei Jahren kostenfrei betreut werden könnten, müsse man mit Blick auf die finanzielle Lage prüfen, sagt der Christdemokrat vorsichtig.

Baunatals Wirtschaftspolitik solle vor allem der Sicherung von VW als wichtigstem Arbeitgeber dienen. Insofern seien bei Bedarf weitere Gewerbegebiete auszuweisen. Die bessere Verkehrsanbindung Hertingshausens, die den Lkw-Verkehr mindern soll, findet Mock richtig. Allerdings müsse ein dritter Kreisel (Grifter Straße) her.

Von Ingrid Jünemann

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.