Theologin stellt sich am Sonntag während eines Gottesdienstes in Vellmar-Mitte der Kirchengemeinde vor

Birgit Grimsel folgt auf Pfarrer Bennefeld

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Neue Seelsorgerin: Pfarrerin Birgit Grimsel arbeitet mit einer halbe Stelle in der Kirchengemeinde Vellmar-Mitte.

Vellmar. Nachdem Pfarrer Wolfgang Bennefeld Ende letzten Jahres altersbedingt als Gemeindepfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Mitte ausgeschieden ist, war die Stelle zunächst vakant. Ab 1. Mai ist Birgit Grimsel als Pfarrerin im Probedienst mit halber Pfarrstelle in der Kirchengemeinde aktiv.

Erst in einem Jahr kann sie dann vom Kirchenvorstand, der das Wahlrecht hat, zur regulären Gemeindepfarrerin gewählt werden. Am Sonntag, 12. Mai, ab 11 Uhr gestaltet die 52-jährige, die in Vellmar keine Unbekannte ist, im Kirchenzentrum Vellmar-Mitte ihren Vorstellungsgottesdienst, an dem auch Dekanin Carmen Jelinek teilnehmen wird.

Wolfgang Bennefeld

Die gebürtige Rheinländerin stammt aus einer Handwerkerfamilie und studierte von 1980 an in Duisburg, Bonn, Mainz und Göttingen zunächst Lehramt, später Theologie. Ihre Examen legte sie nach den Richtlinien der evangelischen Kirche im Rheinland ab. Bei Dekan Adalbert Riebensahm absolvierte sie in Obervellmar ein zweijähriges Vikariat. Anschließend wechselte sie dann zur Evangelischen Landeskirche von Kurhessen-Waldeck.

Nach familiär bedingten Unterbrechungen wurde sie erst 1995 durch Propst Wehmeyer ins Ehrenamt ordiniert. Es folgte ein zweijähriger Auslandsaufenthalt in den Niederlanden, wo Grimsel einen Predigtauftrag in einer deutschen Gemeinde hatte.

Seit Ende 1997 hat die verheiratete Pfarrerin mit zwei erwachsenen Kindern in Frommershausen einen Predigtauftrag. Darüber hinaus hat sie in verschiedenen Schulen unterrichtet sowie einige Vakanzen übernommen. „Ich war immer gern Pfarrerin im Ehrenamt“, erklärt sie. Dennoch freut sich die sympathische Seelsorgerin auf ihre neue Pfarrstelle in Vellmar-Mitte.

Kirchenzentrum Mitte: Am morgigen Sonntag wird sich die neue Gemeindepfarrerin der Kirchengemeinde vorstellen.

Auch wenn die Gemeinde es eigentlich gewohnt ist, dass der Gemeindepfarrer im Pfarrhaus wohnt, so will sie doch in ihrem eigenen Haus in Obervellmar bleiben. Trotzdem werde sie für die mehr als 1300 Gemeindeglieder der 1986 entstandenen Kirchengemeinde Vellmar-Mitte erreichbar sein.

„Ich komme gern mit Menschen in Kontakt und freue mich auf eine gut funktionierende Gemeinde und alle damit verbundenen Herausforderungen“, sagt die Pfarrerin, die noch keine Schwerpunkte für ihre künftige Arbeit festgelegt hat. „Ich weiß, dass es in der Kirchengemeinde Mitte viele engagierte Menschen gibt, mit denen ich zusammen arbeiten werde.“ Darüber hinaus haben die im evangelischen Gesamtverband Vellmar tätigen Pfarrkollegen bereits ihre Unterstützung zugesagt. Schließlich ist die Pfarrstelle in Vellmar-Mitte nur als halbe Stelle dotiert.

Von Werner Brandau

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