Herbergssuche in Rothwesten: Holzskulpturen „Josef und Maria“ auf Wanderschaft durch die Gemeinde

Bitte um ein warmes Bett für die Nacht

Freuten sich: Die erste Klasse der Geschwister-Scholl-Schule in Rothwesten bekam Josef und Maria für eine Nacht von Pfarrer Jens Haußen und Gemeindemitglied Gaby Blankenberg. Foto: C. Hartung

Fuldatal. Wenn es draußen kalt wird, ist jeder froh, wenn er ein warmes Zuhause hat, in dem er sich wohlfühlt. Seit Sonntag sind Josef und Maria, zwei Holzfiguren, wieder auf der Suche nach einem Schlafplätzchen. Der ökumenische Brauch der „Herbergssuche“ findet nun schon seit etwa sechs Jahren in Fuldatal statt.

Jeden Tag woanders

Am ersten Advent wurden die Figuren von der Kirche in Rothwesten ausgesendet. Nun sind die beiden Skulpturen, die ein Mitglied des Arbeitskreises der christlichen Kirchen aus einem Urlaub in Bayern mitgebracht hatte, jeden Tag bei einer anderen Familie zu Gast, bis sie an Heiligabend in die Kirche zurückkehren.

Dieses Jahr finden die Holzfiguren zum ersten Mal auch in der Geschwister-Scholl-Schule in Rothwesten ein Zuhause. Gestern wurden den Grundschülern der ersten Klasse die Figuren von Jens Haußen und Gaby Blankenberg übergeben. Gemeindepfarrer Jens Haußen spielte für die Kinder weihnachtliche Lieder auf dem Saxofon.

Davinia und Maja (beide 7) freuten sich sehr über die Überraschung: „Wir werden uns gut um die beiden kümmern“, sagte Davinia stolz. Bis Donnerstag wandern die Figuren noch durch die Klassen der Grundschule, danach ziehen sie weiter durch Fuldataler Häuser.

„Jeder, der Josef und Maria bei sich übernachten lassen will, kann sich bei uns melden“, sagte Haußen. „Am ersten Advent überlegen wir immer, ob wir die Aktion überhaupt noch mal anbieten sollen“, berichtete der Pfarrer über die schleppenden Anfänge jedes Jahr. Aber dann finde sich doch noch für fast jede Nacht eine andere Herberge.

Noch Gastgeber gesucht

„Ich denke, bis Ende der Woche wird die Liste voll sein“, spekulierte er. Die Weihnachtsgeschichte solle auch noch auf eine andere Art als mit dem traditionellen Krippenspiel vermittelt werden, erklärte Haußen die Intention. Wer den beiden Figuren ein Zuhause geben will, kann sich dienstags oder freitags (9.30 bis 11.30 Uhr) im evangelischen Pfarrbüro Rothwesten unter Telefon 05607/227 melden. (phc)

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