Manfred Schaub (SPD) strebt eine zweite sechsjährige Amtszeit als Baunataler Bürgermeister an

Er bleibt am Ball bei der Bildung

Politiker mit Leidenschaft für den Sport: Manfred Schaub (SPD), aktueller Bürgermeister und neuerlicher Kandidat, vor der Erinnerungsecke in seinem Amtszimmer. Foto: Jünemann

Baunatal. Grundschulen in die Regie der Stadt übernehmen – „Das werden wir offensiv anpacken“, sagt Manfred Schaub (53). Baunatals Bürgermeister, der für die SPD eine zweite sechsjährige Amtszeit anstrebt, sieht darin einen weiteren Schritt zu einer einheitlichen Bildungslandschaft von der Kinderkrippe bis zur weiterführenden Schule. Kinder sollen bestmöglichst gefördert werden und bruchlos von einer Einrichtung in die andere wechseln.

An Ideen herrscht bei Schaub kein Mangel. Er hat zudem die wichtigen Themen der Stadt seit 2005 angepackt, eine ordentliche Bilanz in Sachen Bildung, Energie, Verkehr, Gebäudesanierung. Das erkennen auch politische Gegner an. Uneinigkeit herrscht über die Wege zum Ziel, Einzelheiten und die Intensität der Bemühungen.

Schaub spricht gern vom „Wir“, doch wissen seine Mitstreiter und viele andere in der Stadt, die außerhalb städtischer Projekte tätig sind: Der eingefleischte Fußballer stellt gern mehr als nur ein einziges Mannschaftsmitglied dar. Trainer, Spielmacher, Torjäger in einer Person – dieses Bild passt besser. Selbst bei den Details bleibt der amtierende Bürgermeister stets am Ball. Als Generalist von ungewollten oder unbekannten Entwicklungen oder gar negativen Folgen überrascht werden – das ist Schaub ein Graus. Deshalb mischt er auch bei nicht-städtischen Vorhaben gern beratend mit, lässt sich überall blicken. Noch dieses Jahr soll ein Waldkindergarten am Baunsberg kommen, wo wochenweise Kindergartengruppen im Freien aktiv sind. Die Modernisierung des Stadtparks soll weitergehen – zum Beispiel in Form eines neuen Belags für die Hartplätze, damit die vielseitiger zu nutzen sind, das sind aktuelle Pläne.

Das Verkehrskonzept will Schaub voranbringen, Änderungen der Kreuzungen am Hotel Scirocco und am Aldi. Der Zugang zur Theodor-Heuss-Schule müsse verbessert werden. Den gerade entstehenden Seniorenplan ab Sommer realisieren, in Kooperation mit Wohnungsunternehmen mehr barrierefreie Wohnungen schaffen, den in Baunatal geplanten Kulturverein unterstützen. Vieles ist auf dem Weg, aber noch nicht praktisch umgesetzt.

Ein weiteres Themenfeld: mehr interkommunale Zusammenarbeit. Einiges läuft schon mit Schauenburg, Edermünde, Niedenstein und Fuldabrück. Nächstes konkretes Vorhaben sei – neben allerlei Gedankenspielen bis hin zur Personalverwaltung – eine gemeinsame Salzreserve, damit im nächsten Winter nicht wieder Engpässe auftreten.

Ladengalerien indes stehen weiterhin keine in der City. Damit sei er nicht zufrieden, sagt der SPD-Politiker. Aber: „Ich halte das nach wie vor für machbar.“ Zudem habe die Stadt bislang keine Kosten. Allerdings setzt Schaub eine Frist: „Im Sommer müssen Ergebnisse sichtbar werden.“

Von Ingrid Jünemann

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