Lebensmittelüberwachung: Im Kreis kommen auf einen Mitarbeiter 350 Betriebe

Es bleibt bei fünf Kontrolleuren

Haben viel zu tun: Im Landkreis Kassel ist ein Lebensmittelkontrolleur im Schnitt für 350 Betriebe zuständig. Foto: dpa

Kreis Kassel. Auch nach dem jüngsten Lebensmittelskandal werden im Landkreis Kassel nicht mehr Kontrolleure eingesetzt als bisher. Es bleibe bei der Zahl von fünf Kontrolleuren, sagte Kreissprecher Harald Kühlborn gestern auf HNA-Anfrage. Es sei nicht vorgesehen, zusätzliche Mitarbeiter für die Lebensmittelüberwachung einzustellen. Allerdings müssen die Verbraucher zwischen Bad Karlshafen und Baunatal, Helsa und Wolfhagen nach Angaben des Sprechers auch nicht befürchten, dass Kontrollpersonal abgezogen wird. „Es sind keinerlei Einschränkungen geplant“, so Kühlborn. Die Lebensmittelüberwachung sei von den aktuellen Sparmaßnahmen ausgenommen.

Das vom Landesverband der Lebensmittelkontrolleure beklagte Missverhältnis zwischen der Zahl der zu kontrollierenden Betriebe und der Zahl der Mitarbeiter in Hessen fällt nach Einschätzung Kühlborns im Landkreis Kassel nicht so dramatisch aus. Jeder der fünf Kontrolleure sei im Schnitt für 350 Betriebe zuständig - von der Döner-Bude bis zum Direktvermarkter von Fleisch. Der Berufsverband hatte bemängelt, dass in manchen hessischen Landkreisen ein Kontrolleur für bis zu 1000 Betriebe zuständig ist.

Die Aufgaben der Lebensmittelüberwachung wurden im April 2005 vom Land auf die Landkreise übertragen, zusammen mit der Wasserbehörde, der Kommunalaufsicht und dem Amt für den ländlichen Raum. Das Land Hessen führt laut Kühlborn weiterhin die Fachaufsicht und legt im Einzelnen die Aufgaben fest. Für jene Aufgaben, die jetzt beim Kreis liegen, übernimmt das Land einen Teil der Kosten, vor allem für das Personal.

Von Peter Ketteritzsch

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