40 Teilnehmer beim Sportmedizinischen Symposium in Baunatal vor dem Kassel-Marathon

Blick mit der Kamera in kaputtes Knie

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Organisierten das Sportmedizinische Symposium: Dr. Peter Kentsch (links), Facharzt für Orthopädie, und Dr. Christian Gröll, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie an der Orthopädischen Praxisklinik Baunatal.

Baunatal. Sich fachlich austauschen und vernetzen - das stand im Mittelpunkt des Sportmedizinischen Symposiums in Baunatal. Seit 2010 ist es vor dem Eon-Mitte-Kassel-Marathon Treffpunkt für Ärzte und Physiotherapeuten. Diesmal waren 40 Teilnehmer aus Nordhessen, Mittelhessen und Südniedersachsen gekommen.

Zum ersten Mal wurde die Veranstaltung im neuen Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) in Baunatal ausgerichtet. „Zuvor waren wir zu Gast bei Eon Mitte“, sagt Dr. Peter Kentsch, offizieller Marathon-Arzt und Organisator des Symposiums.

In diesem Jahr standen Erkrankungen an Sehnen und Bändern im Fokus des Symposiums. „Läufer, die ihren Leistungsbereich nicht kennen, erleiden Schäden an Sehnen und Bändern“, sagt Kentsch. Häufig seien Sehnenansatzzerrungen an Fuß, Knie, Hüfte und Rücken. Doch nicht jedes Problem müsse operiert werden - zunächst stünden andere Therapien zur Verfügung.

Ziel des Symposiums ist es aus diesem Grund, einen Rundumblick zu geben. „Das heißt, möglichst viele Aspekte aufzeigen“, sagt Kentsch. Das geschieht interdisziplinär: Unter den zwölf Referenten waren Sportmediziner, Orthopäden, Chirurgen, Internisten und Physiotherapeuten.

Höhepunkt waren die Live-Übertragungen von zwei Operationen in der Orthopädischen Praxisklinik Baunatal: eine Arthroskopie an Schulter und Knie. „Dabei wird über einen kleinen Hautschnitt eine Sonde mit einer Kamera, die nicht größer als ein Stecknadelkopf ist, eingeführt“, erklärt Orthopäde Roland von Stosch, der den Eingriff am Knie vornahm. Die bei der Spiegelung festgestellten Schäden - hier ein Meniskusriss - werden meist während des Eingriffs behandelt.

Dr. Christian Gröll stellte die Hüft-Arthroskopie vor. Er ist einer der wenigen Fachärzte für Orthopädie in der Region, der die junge, aber etablierte Technik anwendet.

Von Helga Kristina Kothe

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