Radel mal in Niestetal: Blitz und Donner zum Finale

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Fröhliche Radler im niedersächsischen Uschlag: Nach dem Gottesdienst vor der Festscheune gingen am Sonntagvormittag viele Radler mit T-Shirts auf die Strecke. Doch mittags schüttete es wie aus Eimern. Fotos: Dilling

Niestetal/Nieste/Staufenberg. Schlechtes Wetter sorgte für eine relativ schwache Beteiligung bei „Radel mal im Niestetal".

Am Sonntagvormittag war die Welt für die Pedalritter, die bei „Radel mal im Niestetal“ mitmachten, noch in Ordnung: Eine Gruppe von Fußballern aus Staufenberg und Nieste der SG Escherode-Uschlag schwang sich in kurzen Hosen und dünnen T-Shirts aufs Rad. So ein paar Regentropfen machten ihnen nichts aus, sagten sie. Ähnlich humorvoll sah das Gerda Blumentritt aus Landwehrhagen: „Regen macht die Haut 20 Jahre jünger“, sagte die Seniorin und machte sich mit Ehemann Horst zur Weiterfahrt nach Nieste fertig.

Zwei Stunden später dürfte dem Ehepaar die Freude vergangen sein: Ein Wolkenbruch kündigte sich über Nieste mit Blitz und Donner an. Viele Radfahrer waren wohl angesichts der schlechten Wetterprognosen gar nicht erst auf die elf Kilometer lange Route zwischen Niestetal und Nieste gegangen. Es sei weniger los gewesen als in den Vorjahren, meinten einige Aktive, die jedes Jahr mitmachen. So dürften am Sonntag deutlich weniger als die Hälfte jener 2500 Radler auf der Strecke gewesen sein, die vor zwei Jahren bei Superwetter die Landesstraße bevölkerten.

Wer dennoch unterwegs war, suchte an den Raststationen ein trockenes Plätzchen, beispielsweise in der Pfarrscheune von Uschlag, wo es Kaffee und Kuchen gab. Der Radlergottesdienst hatte noch im Freien stattfinden können. Bei Hartmut Ahlers vom Fahrradclub ADFC probierten Kinder dessen selbst gebaute Fahrradfontäne aus. Seine Ausstellung historischer Räder hatte der ADFC wegen der Witterung abgesagt.

In Dahlheim informierte die Feuerwehr über ihre Arbeit. Und in Nieste servierte das Cocktailbar-Team in bewährter Weise seine Eigenkreationen, Bowle Marke „Geile Emma“ und „Titanic“. Diese leckeren Getränke konnten die Radler regengeschützt unter einem Pavillon genießen. Viele Pedalritter machten auch gleich einen Abstecher zum Bauernmarkt des Niester Heimatfests, der gleichzeitig stattfand.

Radel mal im Niestetal

Von Peter Dilling

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