Gemeinde erzielt 14 Prozent mehr Einnahmen aus Bußgeldern und Verwarnungen

Blitzer bringen 120 000 Euro

Achtung, Tempo 50 einhalten: Vier fest installierte Blitz-Anlagen befinden sich in Lohfelden. Sie sind aufgestellt worden, um die Disziplin der Auto-, Lkw- und Motorradfahrer zu erhöhen. Das Bild ist in der Crumbacher Straße entstanden. Fotos: Wohlgehagen

Lohfelden. Ortskundige Autofahrer wissen, dass in Lohfelden geblitzt wird. Sie passen ihre Geschwindigkeit an. Oft sind es aber auch auswärtige Pkw-Lenker, die aus einem der vier Starenkästen fotografiert werden oder in eine mobile Verkehrsmessung der Ordnungs- oder Schutzpolizei geraten.

Die Einnahmen der Gemeinde Lohfelden aus den Bußgeldern und Verwarnungen sind 2011 um 14 Prozent auf 118 500 Euro gestiegen. In dieser Summe sind auch die Beträge enthalten, mit denen das Regierungspräsidium die Gemeinde aus den Bußgeldeinnahmen beteiligt.

„Trends oder Prognosen über das Fahrverhalten der Verkehrsteilnehmer können aus der Einnahmeentwicklung nicht abgeleitet werden“, sagte Bürgermeister Michael Reuter (SPD) auf Anfrage der HNA. Der Verwaltungschef berichtete mit dem Ordnungsamtsleiter Marko Haselböck über Erfahrungen in der Verkehrsüberwachung. Es gehe nicht ums Geldverdienen, sondern um den Schutz der Verkehrsteilnehmer, die durch zu schnell fahrende Autofahrer gefährdet werden könnten, sagte der Bürgermeister. Die Verwaltung werde oft von Bürgern darauf hingewiesen, wo mit nicht angepasster Geschwindigkeit gefahren wird. „Wir nehmen das auf und setzen, manchmal auch kurzfristig oder nachts, ein mobiles Messfahrzeug ein“, sagte Haselböck. Fehler an den vier ortsfesten Messanlagen, von denen immer nur eine mit einer Kamera bestückt ist, schließt das Rathaus aus. Die Geräte werden regelmäßig gewartet, hieß es.

Positive Erfahrungen hat die Gemeinde auch mit den Dialog-Displays gemacht, die in der Nähe zur Grundschule und zu Kindertagesstätten aufgestellt worden sind. Jede Anlage habe dazu geführt, dass sich die Eintrittsgeschwindigkeit in den Messbereich im Durchschnitt deutlich reduziert hat.

Es bestehe kaum noch eine Differenz zwischen dem Ein- und Austrittstempo, sagte Haselböck. Bürgermeister Reuter kündigte an, zwei Dialog-Displays in Kürze nach Vollmarshausen verlegen zu wollen. Sie sollen an der Grundschule in der Kaufunger Straße aufgestellt werden.

Für weitere Veränderungen bestehe zurzeit kein Anlass, sagte der Verwaltungschef. Oberstes Ziel bleibe, die Verkehrsteilnehmer anzuhalten, in Lohfelden mit angepasster Geschwindigkeit zu fahren, sagte Reuter. (ppw) HINTERGRUND / KOMMENTAR

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.