Fuldataler Autofahrer wunderte sich über Tarnvorrichtung

Getarnt: Blitzer unterm Fass

Stefan Schild

Fuldatal/Vellmar. Stefan Schild kennt die Bundesstraße 3 zwischen Ihringshausen und Hann. Münden genau. Als Berufspendler weiß der 27-Jährige auch, wo geblitzt wird, zum Beispiel in Wilhelmshausen.

Am vergangenen Donnerstag gegen 6.30 Uhr stand der ihm bekannte Van wieder in der Hofeinfahrt eines Mehrfamilienhauses. Der Zerspanungsmechaniker kam gerade von der Nachtschicht aus Münden. Er fuhr die vorgeschriebenen 50 km/h, sah eine Mülltonne und einen „kleineren, umgedrehten Mülleimer mit ausgeschnittenem Sichtfenster“. Er hielt an und machte ein Foto mit seinem Handy.

„Ist schon echt der Hammer“, meint der Fuldataler. Diese Vorrichtung mit der kleinen Kamera und neuer Lasertechnik, „die auch nicht mehr blitzt“, hatte der 27-Jährige schon einmal gesehen – in Ihringshausen-West. Damals hatte er den Mann von der Ordnungsbehörde gefragt, ob das denn erlaubt sei, das Blitzgerät so zu tarnen? „Der meinte, es sei alles rechtens“, sagt Schild und wundert sich.

Ist es auch, bestätigt Wolfhard Eidenmüller von der Stadt Vellmar, die die Ordnungsbehörde auch für die Gemeinden Ahnatal und Fuldatal führt. „Tarnen ist grundsätzlich erlaubt“, sagt er. Darum gehe es hier aber nicht.

Der Behälter über der kleinen Videotechnik sei eine Schutzhaube gegen Regen und Steinschlag. Denn die Messeinrichtung im Wert von 60 000 Euro stehe am Fahrbahnrand direkt auf dem Boden und nicht wie früher auf einem Stativ. Die Schutzhaube, der Hersteller der Technik biete eine als Zubehör aus Edelstahl an, sei kostengünstig selbst gemacht: aus einem Speisfass. (mic)

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