Startschuss für „Blühendes Kaufungen“: Bürger setzten 80 verschiedene Wildblütenpflanzen

Blumen sollen Bienen helfen

Wildblumeneinsaat: Viele Helfer beteiligten sich an der Aktion „Blühendes Kaufungen“. An der Blühfläche in Papierfabrik betätigten sich Reinhard Böth (von links), Bürgermeister Armin Ross, Hans-Joachim Binzel, Gisela Böth, Ullrich Kindervater und Linnea mit Vater Thomas Lotz. Foto: Wohlgehagen

Kaufungen. Der Startschuss für die Anlegung von Blühflächen auf öffentlichen Rasenparzellen in Kaufungen ist gefallen. 

Um die Lebensgrundlage für Honig- und Wildbienenarten zu verbessern, haben freiwillige Helfer des Imkervereins Kassel und der Nabu-Ortsgruppe jetzt mit Unterstützung der Gemeinde auf Flächen an der Autobahnauffahrt im Ortsteil Papierfabrik und auch an der Zufahrt zum neuen Edeka-Markt Wildblumenpflanzen eingesät.

„Wir möchten für die Hummeln, Bienen und Schmetterlinge einen Lebensraum schaffen, der wegen der fortschreitenden Intensivierung der Landwirtschaft in der freien Feldflur, in vielen Gärten und Grünflächen verloren gegangen ist“, sagte Reinhard Böth, Vorsitzender des Imkervereins. Auch Vögel, Fledermäuse, Eidechsen und viele andere Tiere hätten dadurch ein größeres Angebot.

Bei anhaltendem Regen machten sie die Freiwilligen mit Harken an die Arbeit, um die vom Bauhof vorbereitete Fläche im Ortsteil Papierfabrik für die Aussaat vorzubereiten. Eingesät wurden 80 verschiedene Wildblütenpflanzen wie der Natternkopf, die Ackerglockenblume und die Schafgarbe. Ackerkräuter, so Reinhard Böth über den Hintergrund der Aktion, sind aufgrund des Herbizideinsatzes, mechanischer Unkrautbekämpfung und Saatgutreinigung fast vollständig von den Feldern verschwunden. Und weil auch Wiesen statt wie früher zweimal jeweils kurz vor Blüte nun bis zu fünfmal im Jahr gemäht werden, fallen auch sie als Nahrungsquellen für die Insekten weg.

Böth dankte der Gemeinde Kaufungen für die Unterstützung der Aktion und der Gärtnerei Bode für die Spende von Ackerstiefmütterchen, mit denen an der Einfahrt Papierfabrik ein erster Blick-Akzent gesetzt werden soll. Man sei schließlich auch dem Straßenbauunternehmen Rohde und der Roten Rübe für ihre großzügigen Samenspenden dankbar, sagte Reinhard Böth.

Bürgermeister Arnim Ross bezeichnete die Aktion „Blühendes Kaufungen“, die jetzt auch am Theodor-Heuss-Ring und an der Sensensteinstraße fortgeführt wird, als Ergebnis monatelanger gemeinsamer Planungen. Die begrüßenswerte Maßnahme sei wichtig für das Nahrungsangebot für Blüten besuchende Insekten und komme somit dem Naturschutz zugute, sagte der Bürgermeister. (ppw)

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