Tom Ritzenthaler vollendet Arbeit: Mit Bagger und Geschick

BMX-Strecke in Ahnatal weitgehend fertig

Am Start: Marc Wickbolt (vorn von links), Nora Vogel, Lucienne Prinz und Erik Behr am neuen Startgatter der 380 Meter langen Strecke. Übungsleiter Fabian Schlang (hinten links) und Carsten Rövenstrunk, Fachwart BMX, freuen sich über den Baufortschritt. Fotos: Sommerlade

Ahnatal. Die BMX-Rennstrecke des RSC Ahnatal nimmt Formen an. Und das im wahren Sinn des Wortes. Komplett fertiggestellt und funktionstüchtig ist mittlerweile die Startanlage, von der aus sich künftig bis zu acht Radsportler rasant auf die 380 Meter lange Strecke begeben werden.

Die Installation des Startgatters und des darüber platzierten Sonnendachs wertet BMX-Fachwart Carsten Rövenstrunk als „Etappensieg, dem noch viele weitere folgen“.

Gemeinsam mit 20 ehrenamtlichen Helfern ist der 43-Jährige in beinahe jeder freien Minute an der Baustelle im Bereich des Sport- und Freizeitzentrums an der Rasenallee. „Wir haben irgendwann aufgehört, unsere Stunden zu zählen“, sagt Rövenstrunk lachend. „Es sind sicher weit über 3000.“ Im Einsatz waren die Radsportmitglieder übrigens auch an Sonn- und Feiertagen. „Für mich und viele andere ist der Bau dieser Anlage die Verwirklichung eines lang gehegten Jugendtraums.“

Dass dieser Realität wurde, ist neben dem langen Atem der RSC-Verantwortlichen und den damit verbundenen unzähligen Behördengängen vor allem der Verpflichtung Tom Ritzenthalers zu verdanken. Der US-Amerikaner ist Experte in Sachen BMX-Rennstreckenbau und stattete den Ahnatalern Radsportlern jetzt seinen zweiten Besuch ab, um die im Vorjahr begonnenen Arbeiten zu vollenden. „Tom ist ein Künstler am Bagger und ein absolutes Genie, was das Bedienen von schweren Maschinen angeht. Er hat ein unglaubliches Gespür für zentimetergenaue Bewegungen und ist ein Meister seines Fachs“, schwärmt Rövenstrunk von der außergewöhnlichen Begabung des US-Amerikaners.

Zuzusehen, wie geschickt er massenweise Erde transportiere, um sie zunächst grob zu formen und sie anschließend akribisch genau in Absprung- und Landewinkel zu modellieren, sei für alle Beobachter beeindruckend. Zum Zuschauen blieb den RSC-Akteuren indes wenig Zeit. Schließlich hatten sie mit Vor- und Nacharbeiten selbst alle Hände voll zu tun. „Wir werden hier noch zu Straßenbauspezialisten“, sagt Heike Rövenstrunk. Wie alle ehrenamtlichen Helfer war auch die 42-Jährige bei allen Arbeitseinsätzen vor Ort, um bei der Verteilung der insgesamt 500 Tonnen Schotter und 280 Tonnen Brechsand sowie bei der Fertigstellung der drei Kurven durch 100 Tonnen Asphalt behilflich zu sein.

Die für internationale Wettbewerbe ausgelegte BMX-Wettkampfstrecke des RSC soll „frischen Wind in den Radsport bringen und auch jüngere Menschen ansprechen“, erklärt Carsten Rövenstrunk. In etwa vier bis sechs Wochen, wenn der Belag der Bahn fest ist, soll der Trainingsbetrieb aufgenommen werden.

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