Dieter Michel und Uwe Kunze werben für den Wildpark unterhalb der Sababurg

Botschafter des Tierparks

Botschafter der Tiere: Mit Herz und Leidenschaft werben die beiden Vellmarer Uwe Kunze (links) und Dieter Michel für den großartigen Tierpark, in der Nähe des Dornröschenschlosses Sababurg, im Reinhardswald. Foto: Brandau

Kreis Kassel. Jährlich kommen mehr als 200 000 Besucher in den ältesten Tierpark Europas am Fuße des Märchenschlosses Sababurg. Bereits vor 440 Jahren ließ Landgraf Wilhelm IV seinen Burgpark als Jagdrevier anlegen, um seinen Gesellschaften das mühevolle Jagen im Reinhardswald zu ersparen. Später wurde die Anlage zu einem reinen Tiergarten, in dessen großen Waldflächen einheimische und exotische Tiere angesiedelt wurden.

Heute gehört der Wildpark dem Landkreis Kassel und bietet Besuchern die Möglichkeit, die Vielfalt der Tierwelt in freier Natur zu erleben. „Eine kulturhistorische Besonderheit mit sehr großem Freizeit- und Erholungswert“, sagt Dieter Michel, zweiter Vorsitzender des Fördervereins Tierpark Sababurg. Michel versteht sich ebenso wie Steinmetz- und Bildhauermeister Uwe Kunze als ehrenamtlicher Botschafter des Parks. Die beiden Vellmarer wollen den Gedanken der Einrichtung hochhalten, den Tierschutz fördern und engagieren sich schon länger im Förderverein Tierpark Sababurg. Der Wildpark beherbergt seit Mitte des letzten Jahrhunderts wieder frei lebende Tiere.

Insgesamt hat der Förderverein 145 Mitglieder, die sich für den Fortbestand des einzigartigen Parks im Reinhardswald einsetzen. „Eigentlich ist der Tierpark in der Region viel zu wenig bekannt“, erklärt Uwe Kunze. Schließlich seien rund 80 Tierarten mit etwa 700 Tieren im Urwildpark zuhause.

Daneben gebe es einen Kinderzoo, eine Greifvogelstation, einen Schulbauernhof und ein Tierparkmuseum, meint Kunze, der für die Sektion Lappland auf dem 130 Hektar großen Areal zuständig ist. Dort sind zahme Rentiere zu finden, die von Besuchern gefüttert werden können. Und wer das Abenteuer liebt, kann im echten Lapplandlager übernachten, am Lagerfeuer sitzen und unter sachkundiger Anleitung den Alltag der Samen erleben.

Der Tierpark Sababurg hat sich weit über die Region hinaus einen Namen gemacht. Für Besucher aus Japan, China oder den USA ist der Park an der Märchenstraße ein Besuchermagnet. Die riesigen Wald- und Weideflächen bieten ganzen Tierherden eine nahezu authentische Umgebung.

Der Tierpark hat sich nicht zuletzt auch wegen der artgerechten Haltung und Erhaltung bedrohter Tierarten bei Fachleuten europaweit einen Namen erworben. Neben Rückzüchtungen ausgestorbener Arten wie Auerochsen, Ur- und Wildpferden leben einheimische Tiere, aber auch Affen, Pinguine, Wölfe und Rentiere in dem groß angelegten Areal.

„Es ist uns ein Herzensanliegen den Tierpark, der auch außerhalb der Region sehr beliebt ist, in Nordhessen bekannter zu machen, denn er ist ein Kleinod und immer einen Besuch wert“, sind sich die beiden Botschafter des Tierparks einig.

Der Tierpark Sababurg ist von April bis September täglich von 8 Uhr bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt für Erwachsene (Tageskarte) beträgt 6 Euro, Kinder von vier bis 15 Jahren zahlen 3,50 Euro.

Kontakt und weitere Infos unter: www.tierpark-sababurg.de

Von Werner Brandau

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