SPD-Landeschef Thorsten Schäfer-Gümbel im Interview – Heute Abend in Vellmar

SPD-Landeschef Thorsten Schäfer-Gümbel im Interview –Donnerstag in Vellmar

Zu Besuch in Nordhessen: SPD-Landesvorsitzender Thorsten Schäfer-Gümbel spricht heute in Vellmar. Archivfoto: dpa

Vellmar. Thorsten Schäfer-Gümbel, SPD-Landesvorsitzender in Hessen und Oppositionsführer der Genossen im Landtag, spricht Donnerstag ab 19 Uhr in der Kulturhalle Niedervellmar.

Wir sprachen mit ihm im Vorfeld über die Chancen der Landkreis-SPD bei den Kommunalwahlen, die Zukunft der Regionalreform und die Vorzüge der Hessentagsstadt Vellmar.

Herr Schäfer-Gümbel, noch hat die SPD im Kreistag des Landkreises Kassel die absolute Mehrheit. Die droht aber - auch mit dem Antreten der Freien Wähler - zu kippen. Wie schätzen Sie die Situation ein?

Schäfer-Gümbel: Wir werden natürlich dafür kämpfen, die Mehrheit im Kreistag zu behalten.

Welche Optionen hätten Ihrer Meinung nach die Sozialdemokraten im Landkreis Kassel nach eventuellem Verlust der absoluten Mehrheit? Regieren mit einer festen Koalition oder mit wechselnden Mehrheiten?

Schäfer-Gümbel: Wir gehen davon aus, dass wir mit unseren Argumenten die Bürger überzeugen und die absolute Mehrheit im Landkreis Kassel wieder erreichen. Daher sehen wir derzeit keine Veranlassung, über mögliche Koalitionen zu spekulieren.

Ein Thema, das zurzeit heftig diskutiert wird, ist die Regionalreform von Stadt Kassel und dem Landkreis. Ministerpräsident Volker Bouffier hat dem Projekt jüngst wenig Hoffnung gemacht. Wie ist Ihre Einstellung zur Regionalreform?

Schäfer-Gümbel: Die SPD setzt sich intensiv für eine Regionalreform ein. Die Ignoranz des Ministerpräsidenten schadet der gesamten Region. Auch die Industrie- und Handelskammer Kassel hat bekräftigt, dass ein Verzicht auf eine solche Reform die Wachstumspotenziale im einzigen Ballungsraum zwischen Hannover und Frankfurt verbaut. Volker Bouffier hält sich in diesem Punkt ja noch nicht einmal an den Koalitionsvertrag von CDU und FDP, wo die Unterstützung der freiwilligen Zusammenschlüsse von Landkreisen und Gemeinden zugesagt wurde.

Sie sind heute Abend zu Besuch in Vellmar, das 2013 den Hessentag ausrichtet. Ist die Stadt dafür geeignet? Welche Stärken und welche Schwächen hat sie?

Schäfer-Gümbel: Vellmar ist der ideale Ort für den Hessentag, eine junge Stadt im Grünen. Ich habe es im September 2009 beim Ahneparkfest näher kennengelernt und hatte dort nette, inspirierende Gespräche. Mit seinen 18 000 Einwohnern ist Vellmar eine eher kleinere Hessentags-Stadt - das halte ich für sehr reizvoll. Es liegt zentral, ist mit der Regiotram und ab Dezember auch mit der Straßenbahn optimal an den Kasseler ÖPNV angebunden und damit von überall aus gut erreichbar. (swe)

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