Besucherzahl konstant

Waldschwimmbad Ihringshausen brachte mehr Geld ein

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Saisonende: Durch höhere Preise floss mehr Geld in die Kasse des Freibades.

Fuldatal. Über Mehreinnahmen kann sich die Gemeinde Fuldatal nach Abschluss der Badesaison freuen. 117.000 Euro flossen seit dem Saisonstart Anfang Mai bis zum Ende im September in die Kassen des Waldschwimmbads Ihringshausen. Das sind rund 17.000 Euro mehr als im vergangenen Jahr.

Der Grund für die Mehreinnahmen ist in der Erhöhung der Preise von Saison- und Zehnerkarten zu sehen, erläuterte Oliver Herrschaft, zuständiger Sachbearbeiter bei der Gemeinde Fuldatal. So kostete die Saisonkarte für Erwachsene 2012 noch 50 Euro. Der Preis wurde auf 70 Euro erhöht. Die Zehnerkarte bekommt man seit dieser Saison für 32 Euro – eine Erhöhung um sieben Euro gegenüber dem vergangenen Jahr.

Die Besucher hat die Preiserhöhung aber nicht abgeschreckt: 47.378 Gäste kamen von Mai bis September in das Waldschwimmbad – 33 Besucher mehr als in der Saison 2012. Am besucherstärksten war in diesem Jahr der Juli: Allein in diesem Monat kamen 24 700 Menschen in das Schwimmbad.

Unter den Badegästen war auch der achtjährige Elias Patrick. Das Leben des kleinen Jungen aus Nordrhein-Westfalen ist nicht so, wie es die meisten Kinder in seinem Alter kennen, denn vor zweieinhalb Jahren verlor er seine Mutter.

Für alle ein Gewinn: Die Schwimmtrainer Julia Konrad und Torsten Gerdes haben Elias Patrick (Mitte) während der Zeit seines Trainings für das Seepferdchenabzeichen fest ins Herz geschlossen. Foto:

Von seinem Besuch in den Sommerferien bei den Großeltern Petra und Hilmar Schneider in Vellmar sollte er etwas ganz Besonderes mit nach Hause nehmen: „Wir wollten, dass unser Enkel etwas Tolles bei uns erlebt“, sagte Petra Schneider. „Da Elias nicht richtig schwimmen konnte, hatten wir die Idee, dass er das Seepferdchen macht.“

Gesagt, getan: Die Ferienzeit war für die hessischen Schüler schon vorbei, die Sommersaison gelaufen, und im Waldschwimmbad Ihringshausen tummelten sich nur noch die Dauerkartenschwimmer. Obwohl eigentlich kein Schwimmkurs mehr geplant war und das Wetter oft nicht mitspielte, erklärte sich Schwimmtrainerin Julia Konrad sofort bereit, täglich mit Elias für das Seepferdchenabzeichen zu trainieren.

Nach eineinhalb Wochen hatte Elias es dann geschafft. Stolz nahm er das Abzeichen nach 25 Meter Schwimmen entgegen. „Unser Enkel hat gedacht, er schafft das nicht“, sagte Petra Schneider. „Er war so glücklich und stolz, dass es doch geklappt hat.“

Julia Konrad hat den Achtjährigen in der Zeit seines Trainings ins Herz geschlossen: „Elias ist ein toller Junge“, sagte die Schwimmtrainerin. „Es war so schön zu sehen, wie er lernte und sich über seinen Erfolg freute.“

In seinen nächsten Ferien bei den Großeltern möchte Elias das Freischwimmerabzeichen im Waldschwimmbad machen.

Von Theresa Ziemann

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