Schach und Kunst: Der prominente Großmeister Lothar Vogt war in Lohfelden zu Gast

An 16 Brettern gleichzeitig

Königliches Spiel: Großmeister Lothar Vogt (links) spielte in Lohfelden an 16 Brettern simultan. Im Vordergrund sind die Nachwuchsspieler Daniela Stieber (von rechts), Patrick Nehren und Nils Kemler zu sehen. Fotos: Wohlgehagen

Lohfelden. Prominenter Besuch im Lohfeldener Schachmuseum: Der Leipziger Schachgroßmeister Lothar Vogt war für eine Simultanvorstellung nach Lohfelden gekommen.

Bevor der ehemalige Schachprofi, der jetzt als Internatsleiter des bekannten Leipziger Sportgymnasiums tätig ist, an die karierten Spielbretter trat, um gegen 16 Mitglieder und Gäste der FSK-Schachabteilung anzutreten, interpretierte der Kasseler Sammler und Schachliteratur-Experte Siegfried Schönle Original-Zeichnungen und Bilder aus seinem Privatbesitz.

FSK-Abteilungsleiter Joachim Kaiser begrüßte auch den Lohfeldener Künstler Bernd Besser, der die in der alten Schule ausgestellten historischen Schachspiele und Skulpturen zum Thema Schachwelten zusammengetragen hat und damit vor zwei Jahren den Grundstock für das schmucke Museum im Übungsraum der Schachabteilung legte.

„Ich bin erstaunt, dass so viele Jugendliche ihrem Sport frönen“, sagte Vizebürgermeister Klaus Steffek (SPD) und ging auch auf die Tradition des königlichen Spiels in Ochshausen und Lohfelden ein.

Er sei viel in der Welt herumgekommen, ein solches Ambiente für den Schachsport habe er jedoch nirgendwo gesehen, sagte der vom Schachmuseum und Übungsraum „tief beeindruckte“ Schach-Großmeister. Die 16 Mitglieder und Gäste der FSK-Schachabteilung hatten keine großen Chancen gegen den früheren DDR-Spitzen-Großmeister und Dritten der Mannschafts-Europameisterschaft. Immerhin hat Lothar Vogt in seiner langen Karriere auch gegen die Schachweltmeister Smysow, Karpov und Kasparow gespielt. Um es vorweg zu nehmen: Der prominente Gast gewann bei der Simultanvorstellung 15 der 16 Partien, nur eine Partie endete mit Remis. Nach der Veranstaltung stand Vogt seinen Kontrahenten und interessierten Gästen im Gasthaus Rode für einen Plausch zur Verfügung.

Siegfried Schönle stellte den Schachsportlern und Besuchern wertvolle Exponate zu Stefan Zweigs „Schachnovelle“ vor. Der Kasseler Sammler gilt als anerkannter Fachmann auf dem Gebiet der Schachliteratur und der kulturellen Entwicklung des Schachspiels.

Von Hans-Peter Wohlgehagen

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