Gemeinde Kaufungen plant für das kommende Jahr nur wenige Investitionen

Brücken und mehr LED-Licht

Geplante Investition: Die Holzbrücke zum Steinertsee soll im kommenden Jahr für 75 000 Euro erneuert werden. Archivfoto: Ketteritzsch

Kaufungen. Nach dem Kraftakt der Sanierung des Bürgerhauses backt die Gemeinde Kaufungen im nächsten Jahr kleine Investitions-Brötchen: Für 75 000 Euro soll die Holzbrücke zum Steinertsee erneuert werden, 150 000 Euro sollen in die Sanierung der Brücke am Kirchplatz von Niederkaufungen fließen.

Diese Zahlen nannte Bürgermeister Arnim Roß (SPD), als er dem Parlament am Donnerstag seinen Entwurf für den Haushalt 2014 vorlegte. Für 110 000 Euro soll die Feuerwehr der Gemeinde mit Digitalfunk ausgestattet werden. Und immer mehr Straßen erhalten energiesparende LED-Leuchten: Inzwischen wurden laut Roß 330 der 1500 Straßenlampen umgerüstet, im nächsten Jahr sollen weitere 100 folgen.

Ansonsten ist das Geld knapp: Gerade einmal 100 000 Euro sind für den Unterhalt der Gemeindegebäude vorgesehen, 95 000 Euro für Straßenreparaturen. Das reiche nur für das Notwendigste und sicherheitsrelevante Arbeiten, bedauerte der Verwaltungschef.

Die Gründe für die finanzielle Schieflage liegen für Roß auf der Hand: Von den erwarteten 12,1 Millionen Euro Steuereinnahmen und Schlüsselzuweisungen muss die Gemeinde 8,1 Millionen gleich wieder für diverse Umlagen an Kreis und Land abführen. Der Bürgermeister: „Das sind 67 Prozent unserer Steuereinnahmen, das ist eindeutig zu viel.“

Und das führt in die Miesen: Den Einnahmen von 19,9 Millionen Euro stehen Ausgaben von 21,1 Millionen gegenüber. Das Defizit von 1,2 Millionen erfüllt immerhin die Zielvorgabe des Haushalts-Konsolidierungsplanes.

Weil Kaufungen sein Prädikat einer familienfreundlichen Gemeinde behalten will, fließt das meiste Geld wieder in die Betreuung der Kinder sowie die Jugend- und Seniorenarbeit. Die wird im kommenden Jahr 4,1 Millionen Euro kosten, zu denen die Gemeinde nach Abzug der Zuschüsse und Elternbeiträge 2,51 Millionen zuschießen muss.

Der Etatentwurf wird jetzt in den Ausschüssen diskutiert und dann im Dezember und Januar in der Gemeindevertretung beraten. (tom)

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