Über 10.000 Autos täglich – Staus teilweise bis Elgershausen

Brückenarbeiten an der A44: Engpass bleibt bis Anfang November

Autoschlange: Vor allem aus Richtung Baunatal und Elgershausen bilden sich nach wie vor längere Staus. Noch bis Anfang November wird auf der Brücke in Höhe des Baunsberges (im Hintergrund) gebaut. Fotos: Kühling

Kassel / Baunatal / Schauenburg. Immer noch bilden sich zu den Stoßzeiten lange Autoschlangen vor den Baustellenampeln: Die Sanierung der Brücke über die A 44 in Höhe der Anschlussstelle Bad Wilhelmshöhe sorgt seit Monaten für einen echten Engpass im Südwesten Kassels.

Fußgänger und Radfahrer dürfen die Baustelle seit August überhaupt nicht mehr passieren. Sie nehmen teilweise lange Umwege in Kauf. Ein Ende der Leidenszeit ist in Sicht. Nach Angaben der Landesbehörde Hessen Mobil soll die Brückensanierung Anfang November abgeschlossen sein.

Der Verkehrsknoten am Baunsberg wird von Autofahrern viel genutzt. Laut Hessen-Mobil-Sprecher Gerd Bohne hat eine Verkehrszählung 2010 auf der Landesstraße eine tägliche Belastung von 10 000 Fahrzeugen ergeben. Wie viele Fahrzeuge zusätzlich über die Konrad-Adenauer-Straße sowie über den Autobahnanschluss rollen, darüber gebe es keine aktuellen Zahlen.

Insgesamt habe sich die Verkehrssituation an der Baustelle etwas entspannt, sagt Bohne. Das könne unter anderem daran liegen, dass sich Autofahrer inzwischen andere Wege gesucht haben, um das Nadelöhr zu umgehen. „Vielleicht fahren einige zu anderen Zeiten.“

Der Bund investiert 900.000 Euro in die Modernisierung der Brücke. Seit dem Frühjahr wird an dem Überweg in Höhe des Baunsberges gebaut. Vor allem zu Beginn der Arbeiten hatten sich Verkehrsteilnehmer über die langen Wartezeiten an den Ampeln etwa aus Richtung Konrad-Adenauer-Straße beklagt. Und die Autoschlangen aus Richtung Süden reichten teilweise zurück bis Elgershausen. Radfahrer und Fußgänger - darunter viele Jogger - konnten ab August überhaupt nicht mehr über die Autobahn gelangen.

Die Sperrung für Fußgänger und Radfahrer sei die richtige Entscheidung der beteiligten Behörden gewesen, erläutert Gerd Bohne. Die Baustellensituation auf der Brücke wäre für diese Verkehrsteilnehmer zu gefährlich gewesen, sagt er. Beschwerden habe es in jüngerer Zeit kaum noch gegeben.

Laut Bohne sind die Arbeiten an der Versiegelung der Brücke inzwischen beendet. Anschließend werden noch die Brückenkappen an den Rändern hergestellt. Ab Mitte Oktober werden der Asphalt aufgetragen sowie die Geländer und Schutzplanken installiert. Ende Oktober solle alles fertig sein. Bis dahin bleibe es aber bei der einspurigen Verkehrsführung, so der Sprecher.

Und wird die Brücke moderner mit dem Umbau - etwa bei Fahrbahnbelag und Sicherheitseinrichtungen? „Man bleibt im Bestand. Die Brücke wird lediglich instand gesetzt“, sagt Gerd Bohne. „Es wird so, wie es vorher war.“

Von Sven Kühling

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