Isak Kurt Burg malt und schreibt über die Helfensteine am Dörnberg

Das Buch vom Wichtelpapa

Leidenschaftlicher Künstler: Isak Burg präsentiert zwei seiner Gemälde in seinem Ahnataler Arbeitszimmer mit Blick auf den Dörnberg. In den Armen hält Künstler Burg die Figur des Wichtel Helferichs. Foto: Kisling

Ahnatal/Zierenberg. Für Isak Kurt Burg stellt die Identifikation der in der Region um den Dörnberg lebenden Bürger mit den Helfensteinen ein Paradoxon dar. „Aus der ganzen Welt kommen Menschen wegen den Grimmschen Märchen nach Kassel, doch für die Helfensteine interessieren sich nur wenige“, stellt Burg fest.

Dabei bieten laut dem Wahl-Zierenberger insbesondere die Helfensteine auf dem Dörnberg die Möglichkeit, die Natur in Kombination mit Märchen in ihrer ursprünglichsten Form zu sehen.

Im Ahnataler Yogahaus investiert der 62-Jährige täglich mehrere Stunden, um Bilder des Dörnbergs zu malen und Dörnberg-Geschichten zu kreieren. Er selbst bezeichnet sich gerne als Wichtelpapa, denn als Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins „Förderkreis Helfensteine“ hat er viel mit den Geschichten über die geheimnisvollen Sagenwesen zu tun.

Natur genießen

„Ziel ist es, bei den Menschen eine kindliche Spontanität und Imaginationskraft zu wecken. Der zeitgestresste Mensch soll einen Moment innehalten und die Natur genießen“, erklärt Burg. Sein Buch Dörnberggeschichten ist derzeit in Arbeit und soll anhand neuzeitlicher Märchen und Sagen den Hauch einer anderen Wirklichkeit vermitteln.

„Mich stört das Schubladendenken mit Sätzen wie: Hexen sind böse“, so Burg. Vielmehr sollen die Fabelwesen in seinen Märchen die Kraft und Energie vermitteln, die der Mensch in der Natur erfährt. Natur ist laut Burg etwas Individuelles. Bestes Beispiel seien die Helfensteine und Basaltformationen des Dörnbergs. „In jedem Stein kann man über 100 Skulpturen und Formen erkennen“, so Burg. Der leidenschaftliche Künstler, der in Wiesbaden lebte und 35 Jahre lang ein Meditationszentrum betrieb, besuchte vor zwei Jahren zufällig die Helfensteine. Von deren Mythos war er dermaßen fasziniert, dass er sein Leben in der hessischen Landeshauptstadt aufgab und nach Nordhessen zog.

Längst sind die Naturerhebungen zum Lebensinhalt Burgs geworden. Einen Teil dieser Passion möchte er mit seinen Märchen weitergeben. Ferner erhofft er sich, im Zierenberger, Habichtswalder und Ahnataler Rathaus eine Ausstellung gestalten zu dürfen. (ptk)

Kontakt: Isak Burg, Telefon 0 56 09/4 83 97 40 oder im Internet unter www.wichtelland-helfensteine.de

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.