Baunataler Nikolausmarkt vom Wetter gebeutelt: Besucher sehen noch Verbesserungsmöglichkeiten

Budenzauber mit Schwächen

Plausch am Weinstand: Hans-Joachim Oehme und seine Frau Erika sind bei Sabine Glatter (links) Stammgäste.

Baunatal. Ein scharfer Wind weht, es nieselt und viele Budenbesitzer auf dem Marktplatz ordnen ihre Ware, weil das Publikum fehlt: Am Samstagnachmittag ist der Nikolausmarkt vom tristen, feuchten Wetter gebeutelt.

Doch es gibt auch Leute, die sich davon die gute Laune nicht verderben lassen. Hans- Joachim Oehme und seine Frau Erika genießen an ihrem „Stammtisch“ vor der Bude des Weinkontors von Sabine Glatter den Glühwein. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Nikolausmarkt. Der ist ja mit Kassel nicht zu vergleichen. Was man in dieser kleinen Stadt für die fünf Tage aufgezogen hat, ist schon respektabel“, sagt Erika Oehme. Sie gingen jedes Jahr wieder hin, weil man dort Leute treffe, die man sonst nicht so oft sieht.

Ehemann Hans-Joachim hat allerdings einen Verbesserungsvorschlag: Für die Kinder sollte es mehr Unterhaltungsmöglichkeiten und eine Betreuung geben, meint er. Das werde den Markt für Familien attraktiver machen. Einen Märchenerzähler gibt es und zwei Karussells. Doch die sind bei dem schlechten Wetter nicht so stark gefragt.

Ein paar Meter weiter, in der zweiten Budengasse, unterhalten sich drei Ehepaare unter einem Marktschirm und wärmen sich ebenfalls mit Glühwein aus Porzellanbechern. Sie sind im Prinzip mit dem Konzept des Marktes und den Öffnungszeiten zufrieden, sie haben aber auch einige Schwächen ausgemacht.

Baum soll leuchten

Klaus Brede schaut hinauf zum dunklen Grün des Weihnachtsbaums. Denn könne die Stadt ruhig früher beleuchten, das schaffe an so einem Tag gleich eine wärmere Atmosphäre, meint er und erntet Zustimmung von den anderen. Jürgen Hofmann wünscht sich eine Überdachung und ein paar Heizstrahler auch für den hinteren Teil der Budengasse. Jetzt, und überhaupt bei schlechtem Wetter, konzentriere sich das Publikum auf den überdachten Eingangsbereich, wo das Kontor Brasserie mit Gasbrennern für etwas Heimeligkeit sorgt. Das benachteilige einen Teil der Budenbesitzer unnötig, weil sie weniger Laufkundschaft bekämen.

Brede findet es außerdem nicht gut, dass die Buden mit kunsthandwerklichem Angebot konzentriert in einem Bereich stehen. Das sollte man besser verteilen, sagt er.

Doch trotz solcher Schwächen haben auch am Samstagabend viele Baunataler dem Markt die Treue gehalten. Als die adventliche Beleuchtung erstahlte, füllten sich die Gassen zusehends. Die Bläser des Musikzugs des GSV Eintracht Baunatal und die Rathausbläser sorgten für Stimmung.

PROGRAMM OBEN

Von Peter Dilling

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.