Helle Flächen und große Glasfronten: Teil-Umbau  des Rathauses soll im April fertig sein

Bücherei verändert Baunatals Innenstadt

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Blick ins Untergeschoss: Enge und Dunkelheit der alten Bücherei sind einer offenen, hellen Gestaltung gewichen.

Baunatal. Wohin sich der Blick des Betrachters in der neuen Stadtbücherei auch wendet - überall trifft dieser auf helle Flächen und große Glasfronten. Der Umbau von Teilen des Rathauses verändert das Bild der Baunataler Innenstadt. Im April soll alles fertig sein.

Moderne Architektur drängt 70er-Jahre-Flair in den Hintergrund. Die Bauarbeiten an Rathaus und Stadthalle sind auf der Zielgeraden. 5,5 Millionen Euro investiert die Stadt in den Umbau von Bücherei, Standesamt, Bürgerbüro und Eingang zur Stadthalle. Erhöhte Brandschutzauflagen, ein unerwarteter Schaden durch Mäuse im Sektor des Bürgerbüros und ein Wechsel einer Baufirma Mitten in de Bauphase hätten die Kosten um 500 000 Euro erhöht, berichtet Erste Stadträtin Silke Engler.

Im Streit mit der Vorgängerfirma geht es um Baumängel. Laut Engler ist eine außergerichtliche Einigung noch möglich. Der Abschluss der Arbeiten verzögere sich durch die Angelegenheit um sechs bis acht Wochen. Trotz dieser Punkte ist die Stadt mit dem Projekt insgesamt sehr zufrieden.

Die Besucher der Stadtbücherei dürften von der Veränderung beeindruckt sein. Allein in diesem Bereich wächst die Fläche von 300 auf 950 Quadratmeter. Im Erdgeschoss, wo die Kinderbücherei angesiedelt wird, gibt es zusätzlichen Raum, weil ein Teil der Außenfläche parallel zum Herkules-Markt mit in den Rathauskomplex einbezogen wurde. Großzügig verlegtes Parkett lädt künftig zum Rundgang um die Bücherregale ein. Verschwunden sind Enge und Dunkelheit der alten Räume.

Ein moderner Empfangstresen für die Mitarbeiter prägt die Eingangssituation. Die Bibliothek bekommt außerdem einen eigenen, gläsernen Zugang vom Marktplatz aus. Der Zickzack-Lauf durchs Rathaus, um in die Bücherei zu gelangen, sei damit beendet, betont Engler.

Rathausumbau in Baunatal

Höhepunkt des Büchereibesuchs könnte ein Abstecher ins Obergeschoss werden. In diesem Bereich wird die Bücherei zur Mediathek. Unter anderem sollen hier laut Erster Stadträtin zehn Computerarbeitsplätze entstehen, moderne Medien bekommen mehr Platz. Es gibt einen angeschlossenen Veranstaltungsraum und Ecken mit Stühlen und Tischen zum Schmökern. Bewusst installiere man nur einen Kaffeeautomaten, sagt die Vizebürgermeisterin. „Wir wollen den Cafés in der Stadt keine Konkurrenz machen“, sagt sie. Deshalb habe man auch auf einen Lounge-Charakter in der Leseecke verzichtet.n. Im Bereich für Jugendliche und Erwachsene ist der Blick durch die umlaufende Glasfront über das Treiben auf dem Markplatz garantiert. Eine durchgehende Sitzbank lädt zum Verweilen ein. 

Bürgerbüro und Standesamt werden am Samstag, 1. Februar, ab 10 Uhr der Öffentlichkeit präsentiert. Die Stadtbücherei öffnet am 12. April.

Von Sven Kühling

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