Hessische Schultheatertage vom 2. bis 6. Oktober in der Lichtenberg-Schule und der Stadthalle Baunatal

Bühne frei für junge Schauspieler

Verpflegung: In der Schulmensa, hier Hausmeister Gregor Krein (links) und Frank Herr, stellvertretender Küchenleiter, nehmen die Teilnehmer der Schultheatertage ihre Mahlzeiten ein.

Kassel / Baunatal. 1100-Jahr-Feier, Grimmjahr, Hessentag - in unserer Region geben sich derzeit die Highlights die Klinke in die Hand. Ein weiterer Höhepunkt sind die „Hessischen Schultheatertage“:

Denn auch die gehen in diesem Jahr über die Bühnen unserer Region, genau vom 2. bis 6. Oktober. Das Lichtenberg-Gymnasium in Kassel-Oberzwehren, das in diesem Jahr 40. Geburtstag feiert, und die Stadt Baunatal haben sich dafür zusammengetan.

Spielen werden die ausgewählten zwölf Schultheaterformationen und freie Gruppen mit insgesamt 260 Akteuren nicht nur in der Lichtenberg-Schule, die eine jahrzehntelange Tradition in Sachen Theaterspielen hat und dafür auch technisch bestens ausgestattet ist, sondern auch in der Baunataler Stadthalle. Letzteres wurde möglich durch Baunatals Bürgermeister Manfred Schaub, der die Schirmherrschaft übernommen hat.

Geboten wird beim Festival so einiges. Die Theaterkurse und jene des darstellenden Spiels reisen aus ganz Hessen an. Aus Haupt- und Realschulen wie auch aus Gymnasien kommen die Akteure. Aus Kassel sind die Engelsburg, die Jacob-Grimm-Schule und die Herkulesschule dabei. Was auf die Bühne kommt, ist vielseitig, kreativ, erfrischend und bisweilen auch mal klassisch gefärbt. Neben Interpretationen von zum Beispiel Klassikern wie Büchners „Woyzeck“ oder „Leonce und Lena“, Shakespeares „Othello“ oder „Alice im Wunderland“ tummeln sich auch Stücke aus eigener Feder.

Requisiten werden von den Theatergruppen mitgebracht, die Stücke sind auf eine Spieldauer von maximal 60 Minuten ausgerichtet. Workshops sowie Vor- und Nachbereitungsphasen mit Studenten für „Darstellendes Spiel“ runden für die jungen Akteure die Aufführungen ab.

Genauso wichtig wie die Theaterpraxis vor Publikum ist den Veranstaltern die soziale Komponente. „Es soll kein reines Zeigefestival sein, sondern ein Kennenlern- und Begegnungsfestival“, unterstrich der Leiter des Theaterfestivals, Ede Müller, Anfang Juli bei einem Treffen mit allen Kursleitern in der Lichtenberg-Schule.

Auch Kasseler Formationen sollen deswegen im Haus übernachten und am nächsten Morgen mit allen Teilnehmern an den Frühstückstischen Platz nehmen. Somit wird die Lichtenberg-Schule für die Zeit des Festivals auch zur Jugendherberge. In der Schule können die erwarteten 350 Personen in Klassenräumen schlafen, im Haus duschen und in der Mensa die Mahlzeiten einnehmen. Gespielt wird nicht nur abends. Plakate und Flyer sollen rechtzeitig vor Festivalbeginn darüber informieren, wo, was und wann aufgeführt wird. Am Donnerstag, Freitag und Samstag gehen die Aufführungen in der Baunataler Stadthalle über die Bühne.

Gewinnen dürften bei diesem Festival alle. Die jungen Darsteller, auf deren Gruppen zudem noch Förderpreise warten, das Publikum und ebenso auch der Gemeinschaftsgedanke, den dieses Festival prägen soll - auch in Baunatal.

Träger der Veranstaltung ist der Landesverband Schultheater in Hessen. Die Förderpreise kommen von der Sparkassenkulturstiftung Hessen-Thüringen.

Hintergrund

Ein Gymnasium des Landkreises

Die Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule ist ein Gymnasium des Landkreises Kassel, das von 1500 Schülern (Mittelstufe und Oberstufe) besucht wird. Die Tradition, Theater zu spielen, ist an dieser Schule groß. Schon in den 70er-Jahren, als sie noch unter „Osgo“ (Oberstufengymnasium Oberzwehren) ihrem Lehrauftrag nachging, stand Schultheater hoch im Kurs. Die Schule ist für Theaterzwecke sehr gut ausgestattet. Ein Theatersaal, ein großer Musiksaal mit Flügel, technisch hochwertige Lichtanlagen, Videotechnik und flexible Zuschauerränge sorgen für professionelle Theateratmosphäre.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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