Bürger geben Anregungen, wie das Baunataler Zentrum aufgewertet werden kann - Wettbewerb geplant

Baunatal. Eine Boulebahn wäre schön in der Baunataler Innenstadt. Oder eine Tanzfläche unter freiem Himmel. Klingt beides recht ungewohnt, doch solche Ideen sind gefragt. Denn die Stadt will in einem Wettbewerb des Landes Hessen, in dem es um die Gestaltung von Außenanlagen in der City geht, punkten.

Das soll Geld einbringen, um die genannten oder andere Vorhaben umzusetzen. Baunatal selbst nimmt dafür 200.000 Euro in die Hand.

Das erläuterte Bürgermeister Manfred Schaub den 40 Gästen, darunter viele Kommunalpolitiker und Verwaltungsleute, die zu einer Bürgerinformation ins Rathaus gekommen waren. Die Vorschläge werden nun vom Dortmunder Büro Junker und Kruse, das seit einigen Jahren die Ausgestaltung der Baunataler Innenstadt organisiert und begleitet, zusammengefasst werden. Im Frühjahr 2011 soll dieses Konzept beim Land Hessen eingereicht werden. Doch will die Stadt "möglichst viele Bürger frühzeitig beteiligen", so Rathaus-Chef Schaub.

Laut Andreas Mayer (Junker und Kruse) gehört eine europaweite Ausschreibung zum Verfahren. Die Ergebnisse sollen in eine Ausstellung einfließen und im kommenden Sommer prämiiert werden. Hoffnung ist, dass vieles umgesetzt werden kann, indem die Stadt bis zu 65 Prozent der Kosten vom Land aus dem Programm "Aktive Kernbereiche" erhält.

Mayer nannte einige weitere Beispiele für Änderungen in der Baunataler City. Das könnten überdachte Bereiche am Marktplatz sein, das könnte eine Verbesserung des Pflasters dort ("minderwertige Qualität") sein. Weniger Beton wäre gut, unattraktive Eingänge müssten aufgewertet werden, die gesamte Innenstadt müsste besser erkennbar sein, zum Bummeln und Einkaufen einladen. Mayer: "Man kommt nach Baunatal und fährt am Zentrum vorbei."

Der Planer markierte deutlich, wo es im Baunataler Zentrum ziemlich mies aussieht. zwei Beispiele: Er sprach von ansehnlichen Hintereingängen, und die Marktstraße sei wahrlich "keine Visitenkarte".

Manches ist kurzfristig zu machen, so etwa ein Hinweisschild auf die Fußgängerzone zwischen Aldi-Markt und Eon-Gebäude, wie von Hermine Wittwer vorgeschlagen. Ihre weitere Idee, an einem schattigen Plätzchen die besagte Tanzfläche unter freiem Himmel zu schaffen ("das hat nicht mal Kassel"), um selbst zu tanzen oder Vorführungen zuzuschauen, erfordert sicherlich etwas mehr Aufwand als nur "eine Steckdose fürs Kofferadio".

Was andere Bürger ins Gespräch brachten und weitere Knackpunkte in der Baunataler Innenstadt und Anregungen für Änderungen lesen Sie in der gedruckten Freitagsausgabe

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